ZEIT-Edition »Legenden des Jazz«
56 Bewertungen 15 einzigartige Jazz-Musiker vereint in einer Edition der ZEITNEU
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ZEIT-Edition »Legenden des Jazz« – Die 15 CDs im Detail
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Duke Ellington
Gleich mit mehreren Werken ist Duke Ellington in der Grammy Hall of Fame vertreten und zählt damit zu den wichtigsten Jazz-Komponisten aller Zeiten. Sein Instrument war dabei jedoch nicht das Klavier, an dem er saß, sondern seine Band, sein legendäres Duke Ellington Orchestra. Mit ihm verbindet man viele Jazz-Titel, die heute als Standards gelten, wie Take the »A« Train, It Don’t Mean a Thing (If It Ain’t Got That Swing) oder Mood Indigo.
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Louis Armstrong
Klar, selbstsicher und stilbewusst – auf seine ganz eigene Art ging Louis Armstrong in die Musikgeschichte ein. Sein Trompetenspiel und seine Stimme waren seine wichtigsten Ausdrucksmittel. Als Entertainer liebte er die Nähe zu seinem Publikum: So waren seine Bühnenspäße, das weiße Taschentuch und seine komischen Tanzeinlagen nicht nur Teil seiner Show, sondern verkörperten seine Berufsauffassung. Dies spiegelte sich auch in seinem größten Hit wider: In den Zeiten von Revolutionen und Protesten, zwischen Vietnamkrieg und Black-Power-Bewegung sang er What a Wonderful World. |
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Benny Goodman
Der 1909 geborene Sohn jüdischer Eltern war schon in jungen Jahren ein Ausnahmemusiker. Bereits mit vierzehn spielte der Klarinettist Benny Goodman neben dem damals populären Trompeter Bix Beiderbecke, und Mitte der dreißiger Jahre wurde er eine der tragenden Figuren des neuen, populären Swing. Der „King of Swing“ beschritt dabei auch für damalige Verhältnisse ungewöhnliche Wege: Er war einer der ersten Musiker, die ihre Band sowohl mit weißen als auch mit schwarzen Musikern besetzten. Er prägte bis kurz vor seinem Tod im Jahr 1986 die Musikwelt mit zahlreichen glanzvollen Auftritten. |
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Django Reinhardt
Er war ein Sinti, ein „Manouche“, und verletzte sich bei einem Brand seine linke Hand so stark, dass er nur noch zwei Finger uneingeschränkt bewegen konnte. Und dennoch schaffte er es, sich inmitten der Wirren des Zweiten Weltkrieges im von Nazi-Deutschland besetzten Frankreich als Ausnahmemusiker zu behaupten. Zweifelsohne gehört Django Reinhardt zu den wichtigsten Jazz-Gitarristen der Musikgeschichte und wurde mit seinem Gypsy-Swing zugleich einer der größten Europäer im Jazz. |
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Billie Holiday
Sie nannten sie »Lady Day«. Sie konnte zwar keine Noten lesen, dafür sang Billie Holiday das, was sie fühlte, und wurde so zur Legende. Kaum jemand vermochte es, Liebe, Leidenschaft und Sehnsucht so sehr in der Stimme zu verkörpern und Gefühlen durch Nuancen einen solch facettenreichen Ausdruck zu verleihen. So schillernd ihre Musik war, so tragisch war ihr Privatleben: Nach mehreren missglückten Ehen und gezeichnet vom Drogenkonsum, starb sie 1959 im Alter von nur 44 Jahren. |
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Thelonious Monk
Thelonious Monk genoss in seinen frühen Jugendjahren eine klassische Klavierausbildung, doch später hatte er seinen ganz eigenen Stil: Wer ihm wohlgesinnt war, hörte Monk als einen „genialen Dilettanten“ mit dem Gespür für das Leichte im Schweren, andere verdammten ihn als Scharlatan. Dass die außergewöhnlichen, „verbotenen“ Techniken seines Klavierspiels wohlkalkulierte Abweichungen von der Norm waren, überstieg den Horizont und das Vorstellungsvermögen weiter Teile des Publikums. Doch gerade dieses unkonventionelle Spiel machte ihn so einzigartig und prägend für den Sound des Jazz. |
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Art Blakey
Art Blakey war nicht nur bekannt für sein Schlagzeugspiel, er gründete auch mit seinen Jazz Messengers eine Art Hochschule des Jazz. Zahlreiche namhafte Musiker waren im Laufe der Jahre Teil seines Ensembles, sodass er ganze Jazz-Generationen nachhaltig prägte. Damit wurde Blakey, dessen musikalisches Lebenswerk in der Industriestadt Pittsburgh mit dem Spielen von Kirchenmusik begann, zu einer der einflussreichsten Größen des Jazz. |
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Charlie Parker
Mit seinem Spiel, das schnell an die Grenzen der damals bekannten Jazz-Musik stieß, begründete er Mitte der vierziger Jahre ein völlig neues Genre: den Bebop. Damit wurde Charlie „Bird“ Parker zu einer der ausdrucksstärksten und profiliertesten Stimmen des Jazz. Sein Leben war rauschhaft und vom Drogenkonsum geprägt, doch war er schon bei seinem Tod im Alter von nur 34 Jahren eine Legende. Bereits einen Tag später waren Graffiti mit der Aufschrift „Bird lives!” an vielen New Yorker Häuserwänden zu lesen. |
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Dave Brubeck
Dave Brubeck wuchs auf der Ranch seines Vaters auf und wäre fast Tierarzt geworden, bevor er sich doch noch für die Musik entschied. Der klassisch ausgebildete Pianist wurde später mit seinem Dave Brubeck Quartet insbesondere an den amerikanischen Hochschulen gefeiert. Mit seiner Musik verließ er teilweise die bekannten Rhythmen des Jazz und widmete sich ungängigen, komplizierten Taktarten. Einer der größten Erfolge seines Quartetts ist der Publikumshit im Fünfvierteltakt Take Five. |
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Charles Mingus
Sein Temperament wirkte einschüchternd und diabolisch; der persönliche Umgang mit ihm war für seine Mitmusiker nicht immer einfach. Der Kontrabassist und Komponist Charles Mingus, ein Musiker europäisch-afroamerikanisch-chinesischer Herkunft, suchte seine Anerkennung in der schwarzen Community. Mit seinem musikalischen Werk bleibt die Erinnerung an einen der wichtigsten amerikanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. |
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Miles Davis
Er revolutionierte den Jazz gleich mehrmals: Mit Platten wie Kind of Blue oder Bitches Brew setzte Miles Davis neue Maßstäbe und machte sich zu einer der unangefochtenen Legenden des Jazz. Dabei gingen die Einflüsse des 1926 in Illinois geborenen Trompeters weit über die Grenzen des Jazz hinaus. Sein Leben war eine Mischung aus afroamerikanischer Kiez-Klamotte und Passionsspiel – ein Erneuerer, der auf seine afroamerikanische Herkunft stolz war und diesen Stolz in seinen Auftritten ausdrückte. |
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John Coltrane
Zusammen mit Miles Davis entwickelte der Saxofonist John Coltrane das „modale Improvisieren“ und erweiterte so das Spektrum der Jazz-Musik. Stets auf der Suche nach musikalischer Freiheit verließ er das übliche Spiel, das auf Akkordvorlagen basierte. Für viele war seine Musik geradezu eine Erleuchtung. Auch über seinen Tod im Jahr 1967 hinaus bleibt er zweifelsohne als einer der prägendsten Musiker des Jazz in Erinnerung. |
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Chet Baker
Er galt als der „James Dean des Jazz“: Dank seinem Charisma und Talent erlangte der junge Trompeter Chet Baker mit seiner Interpretation von My Funny Valentine schnell große Berühmtheit. Er war zwar kein Virtuose, überzeugte jedoch mit seinem lyrischen Spiel. Im Verlauf seiner Karriere aber zeichnete ihn seine Heroinsucht stark. Er zog in der letzten Phase seines Lebens nach Europa und starb 1987 in Amsterdam. |
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Bill Evans
Der Pianist Bill Evans war einer der kongenialen Partner von Miles Davis bei der Entwicklung des modalen Jazz. Legendär wurde er durch seine Neuerfindung des Piano-Trios, bestehend aus den Instrumenten Klavier, Schlagzeug und Bass. Wie keiner zuvor machte er das Trio zu einem Spiel dreier gleichberechtiger Instrumente und legte damit den Grundstein für die Entwicklung dieses Jazz-Genres. |
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Ornette Coleman
Mit seinem Free Jazz wurde Ornette Coleman zur Legende. Mit seinem Prinzip von Harmolodics, der Gleichbehandlung von Harmonik, Melodie und Rhythmik, schaffte er es endgültig, die Grenzen des Jazz infrage zu stellen, und öffnete zugleich dem Jazz den Raum für gänzlich neue Möglichkeiten. |



