Die 10 Kinderfilme der ZEIT-Edition

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10 preisgekrönte und wertvolle Kinderfilme, ausgewählt von der ZEIT, sorgen für beste Unterhaltung.
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Die 10 Kinderfilme der ZEIT-Edition im Detail

Übersicht

  • Der Brief für den König

    Es ist nicht immer leicht, berühmte Eltern zu haben: Das merkt Tiuri, der Sohn eines für seinen Mut allenthalben bewunderten Ritters. Auf dem jungen Mann lasten hohe Erwartungen, als sein eigener Ritterschlag bevorsteht. Und ausgerechnet dieser Tiuri, einer der vielversprechendsten Schildknappen im Reich König Dragonauts, enttäuscht Familie und Freunde: Er hält sich nicht an die Regeln des vorgeschriebenen Rituals, er bricht ein Schweigegelübde und verlässt die Kapelle, in der er unbedingt hätte ausharren müssen.
    In Der Brief für den König geht es um zwei altmodische Dinge: um Tapferkeit und Ehre. Tiuris wahre Tapferkeit liegt darin, dass er alle Vorschriften über den Haufen wirft, als es gilt, einem Unbekannten in der Not zu helfen. Seine anschließende Flucht führt ihn durch Wildnis, Wälder und Berge zu König Unauwen, dem er einen Brief bringen soll: Darum hatte der Fremde ihn angefleht. Dieser Ritt ist ein Kampf um Tiuris Ehre: Er hat Gesetze verletzt, aber er hat moralisch richtig gehandelt – das wird spätestens offenbar, als der Inhalt des Briefes zwei Königreiche vor Krieg und Verderben bewahrt. Etwas Wichtiges lernt Tiuri unterwegs: Vertrauen und Freundschaft können an den unwahrscheinlichsten Orten gefunden werden. Und sie sind besonders viel wert, wenn man sie ganz allein erringt. Tiuri, das ist schließlich offenbar, wird ein sehr guter Ritter sein – und das nicht, weil sein Vater einer ist. Für Fantasyfreunde, die gelegentlich das Auenland verlassen wollen.

    Auszeichnungen:

    Prädikat »wertvoll« (FBW) – hier die Bewertung der FBW lesen

    Der Brief für den König – Prädikat »wertvoll« (FBW)

    Aus der Begründung der FBW:

    In eine ganz eigene, mittelalterliche Abenteuerwelt mit Königen, roten und schwarzen Rittern entführt Der Brief für den König seine kleinen und großen Zuschauer. Die aufwändige niederländisch-deutsche Koproduktion setzt den literarischen Bestseller aus dem Jahre 1962 mit viel Liebe zum Detail um. Schöne Landschaftsaufnahmen, imposante Burgen und eine klug gewählte Besetzung ziehen die Zuschauer in den Bann. Da heißt es bis zur letzten Minute mitfiebern für den Knappen Tiuri, der unter großen Gefahren eine wichtige Nachricht an den König zu überbringen hat. Mit viel Mut, Herz und Unterstützung von Gefährten kann der jugendliche Held somit eine Verschwörung aufdecken und Unheil von gleich zwei Königreichen abwenden. Diese abwechslungsreiche Reise verbindet gekonnt klassische Märchenelemente mit einer spannenden Erzählung um Freundschaft und Güte und so gelingt eine reizvolle Adaption.

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    • 2008 Gewinner Bester Junior-Film beim Internationalen Filmfestival »Schlingel«, Chemnitz
    • 2008 Preis der Kinderjury beim Internationalen Filmfestival »Schlingel«, Chemnitz
    Abbildung
    Deutschland/Niederlande, 2008
    107 Minuten
    Regie: Pieter Verhoeff
    Mit Uwe Ochsenknecht
    Ab 8 Jahren
  • Paulas Geheimnis

    Eine spannende Rollentausch-Geschichte in bester Kästner-Tradition: Paula soll eigentlich ins teure Sommercamp nach Sylt, doch statt ihrer fährt Jenny, die Schwester von Paulas Mitschüler und Beinahe-Freund Tobi. Das gibt Paula und Tobi die Chance, in aller Freienruhe zwei Taschendiebe zu jagen, die Paulas Tagebuch gestohlen haben. Doch die Schuldigen, Ioanna und Radu, sind keine abgebrühten Jungverbrecher, sondern verängstigte rumänische Kinder, die von einer skrupellosen Bande zum Stehlen gezwungen werden. Als sie das verstehen, ändert sich Paulas und Tobis Perspektive: von Hobby-Detektiven werden sie zu ziemlich ernsthaften Rettern.

    Auszeichnungen:

    Prädikat »besonders wertvoll« (FBW) – hier die Bewertung der FBW lesen

    Paulas Geheimnis – Prädikat »besonders wertvoll« (FBW)

    Aus der Begründung der FBW:

    Dies ist wirklich ein Film für Kinder und Jugendliche. Er nimmt seine Zielgruppe ernst, unterhält bestens und ist für Mädchen wie Jungs interessant. Der elfjährigen Paula wird ihr Tagebuch gestohlen, der eher pummelige Mitschüler Toby hilft ihr bei der abenteuerlichen Suche. Weiße Ritter und Selbstbehauptung, Herkunftsunterschiede und Freundschaft sind die Themen des geschickt gebauten und absolut altersgerechten Films. Glänzend besetzt und inszeniert.

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    • 2006 Gewinner beim Internationalen Kinderfilmfestival LUCAS

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    Deutschland, 2006
    95 Minuten
    Regie: Gernot Krää
    Mit Jürgen Vogel, Leslie Malton
    Ab 8 Jahren
  • Das fliegende Klassenzimmer

    Erich Kästner-Fans werden sich vermutlich nie auf ein Lieblingsbuch aus seiner Feder einigen können, aber Das fliegende Klassenzimmer ist ein starker Kandidat – und Tomy Wigands Verfilmung aus dem Jahr 2003 wird der literarischen Vorlage mehr als gerecht. Im Internat des Leipziger Thomanerchors geht es turbulent zu: Der neue Schüler Jonathan schmuggelt einen Hund in die Schule, Chorsänger und »externe« Schüler sind auf dem Kriegspfad und eine Fernsehaufzeichnung des Weihnachtsoratoriums fällt fast ins Wasser. Dafür bekommen die Schüler-Helden des Films unerwartet die Gelegenheit, ihrem Lieblingslehrer »Justus« einen großen Dienst zu erweisen – und eine höchste eigenwillige Inszenierung des »fliegenden Klassenzimmers« wird auf ihre Weise ein rauschender Erfolg.

    Auszeichnungen:

    Prädikat »wertvoll« (FBW) – hier die Bewertung der FBW lesen

    Das fliegende Klassenzimmer – Prädikat »wertvoll« (FBW)

    Aus der Begründung der FBW:

    Erich Kästners Roman, hier nun schon in seiner dritten filmischen Umsetzung, hat zum Kernpunkt das Thema „Freundschaft“. Dieses – neben den in allen Kästnerschen Stoffen immer wiederkehrenden menschlichen Werten – mit den dramaturgischen Notwendigkeiten moderner Erzählform zu verbinden, ist nicht einfach, aber hier weitgehend gelungen. Freundschaft, die in der Erinnerung verklärt und Freundschaft zwischen den jungen Internatsbuben, die immer wieder auf die Probe gestellt wird.

    Einfach wird es dem jungen Publikum nicht gemacht, denn viele Geschichten vermitteln sich nur in langen Erzählphasen, in denen aber Ulrich Noethen sein ganzes darstellerisches Können ausspielen kann. So bietet diese Geschichte und auch der Film Unterhaltung für alle Altersstufen und auch genügend Identifikationsmöglichkeiten für die jüngeren Zuschauer.

    Die Regie beweist ihre Fähigkeiten in der Inszenierung von temporeichen Gruppenszenen, zeigt aber auch Schwächen in der Führung einzelner Personen. So agiert Piet Klocke als Schulleiter unnötig überzogen, was auch für den fehlbesetzten „Theo“ gilt. Anja Kling in der Rolle der Freundin von Dr. Bökh kommt seltsamerweise über eine Hintergrundposition in diesem Film nicht hinaus, obwohl sie in der Internatszeit von Justus und Bob wohl schon eine wichtigere Rolle innehatte. Diese dramaturgische Schwäche, einige eklatante Anschlußfehler und inhaltliche Ungereimtheiten lassen auf nicht unerhebliche Kürzungen bei der Endfassung des Films schließen.

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    • 2003 Gewinner beim Kinder-Film & Fernsehfestival »Goldener Spatz«
    Abbildung
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    Deutschland, 2003
    110 Minuten
    Regie: Tomy Wigand
    Mit Robert Koch, Anja Kling, Ulrich Noethen, Piet Klocke
    Ab 6 Jahren
  • S.O.S. – Ein spannender Sommer

    Wo fängt Norwegen an, und wo hört es auf? Irgendwo draußen zwischen den Schären, den einsamen felsigen Inseln vor der Küste, wo Sommergäste romantische Ferien verbringen und eine kleine Zahl von Menschen dem Meer rund ums Jahr ihren Lebensunterhalt abtrotzt. Zu den Dauerbewohnern der Schären gehört auch Nooras Familie. Ihre Mutter ist Norwegerin, ihr Vater afrikanischstämmiger Einwanderer. Nooras milchkaffeefarbene Haut unterscheidet sie von ihren Altersgenossen, aber davon abgesehen ist sie ein Schärenkind wie aus dem Bilderbuch: Sie schwimmt mit wunderbarer Eleganz und Kraft, sie fischt und geht geschickter mit Booten um als manche Erwachsene.
    Spannend – und schließlich gefährlich – wird Nooras Sommer, als in der Nähe ihrer Heimatinsel eine Drogenübergabe scheitert und die Schmuggler das Mädchen, das ständig im und am Wasser unterwegs ist, ins Visier nehmen: Hat sie etwa gesehen, wohin das Paket mit seinem verbotenen Inhalt verschwunden ist? Noora merkt zunächst nichts von der Gefahr, in der sie schwebt: Sie und ihr Bruder sind vollauf damit beschäftigt, ein zahmes Seehundbaby vor einem schießwütigen Nachbarsjungen zu verstecken. Doch als Nooras Eltern aufs Festland fahren müssen, weil noch ein kleines Geschwisterchen auf die Welt kommen will, wird den Kindern klar, dass die netten Sommergäste, in deren Obhut sie zurückgelassen wurden, alles andere sind als vertrauenswürdig … Wie gut, dass Noora die Insel besser kennt als ihre Jeanstasche.
    Ein Film mit überwältigenden Landschaftsaufnahmen und unglaublich niedlichen Seehundbildern. Mitunter atemberaubend für Zuschauer ab acht Jahren

    Auszeichnungen:

    • 2008 Gewinner Publikumspreis der Kinderjury Nordische Filmtage Lübeck
    • 2008 Teilnehmer am Internationalen Kinderfilmfestival LUCAS
    Abbildung
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    Norwegen, 2008
    85 Minuten
    Regie: Arne Lindtner Næss
    Ab 8 Jahren
  • Die Rote Zora

    Zora ist Pippi Langstrumpf als Mädchenheldin ebenbürtig: Sie hat ebenso feuerrotes Haar und ist mutig, stark und wild. Im Kroatien der 30er Jahre führt sie eine Bande von Waisenkindern an, die von Staat und Gesellschaft vernachlässigt und verfolgt werden. Branko, Duro, Nicola und Pavle zweifeln keinen Moment an der Autorität ihrer Anführerin, deren Klugheit sie vor Hunger und Not bewahrt. Doch das halbidyllische Leben in der alten Burgruine über der Stadt findet ein jähes Ende, als der korrupte Bürgermeister Ivekovic und der skrupellose Fischhändler Karaman gegen die Kinder zu Felde ziehen. Jetzt brauchen und bekommen Zora und ihre Freunde endlich doch die Hilfe eines Erwachsenen. Sie finden Zuflucht beim alten Fischer Gorian – stark, Vertrauen erweckend und warmherzig gespielt von Mario Adorf.

    Auszeichnungen:

    Prädikat »besonders wertvoll« (FBW) – hier die Bewertung der FBW lesen

    Die Rote Zora – Prädikat »besonders wertvoll« (FBW)

    Aus der Begründung der FBW:

    Seit Generationen fesselt die Erzählung von Kurt Held über die Abenteuer der roten Zora und ihrer Bande ihre Leser. In der Neuverfilmung ist dem Team um Regisseur Peter Kahane etwas ganz Besonderes gelungen: sowohl die Atmosphäre wie die Charaktere in fesselnde Bilder umzusetzen und das soziale Anliegen der Romanvorlage in die Handlung geschickt zu integrieren, ohne den berühmten Zeigefinger oder verstaubt und altertümlich zu wirken. Der Look aus den vergangenen Zeiten entführt hervorragend in ein märchenhaftes Ambiente.

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    Abbildung
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    Deutschland/Schweden, 2007
    95 Minuten
    Regie: Peter Kahane
    Mit Mario Adorf, Ben Becker, Dominique Horwitz
    Ab 6 Jahren
  • Es gibt nur einen Jimmy Grimble

    Jimmy Grimbles Ohren stehen dramatisch vom Kopf ab, er ist klein für seine 15 Jahre und wird in der Schule brutal gemobbt. Zu Hause sieht es nicht viel besser aus: Jimmys alleinerziehende Mutter arbeitet Nachtschicht in der Taxizentrale, und ihre Freunde wechseln oft. Jimmys einzige Leidenschaft ist der Fußball, doch auch in der Schulmannschaft spielt er die Rolle des Underdogs. Das ändert sich erst, als eine geheimnisvolle alte Frau ihm Fußballschuhe schenkt, die ganz offensichtlich magische Kräfte haben – oder ist doch Jimmys erwachendes Selbstvertrauen am Werk?

    Auszeichnungen:

    • 2001 Gewinner des gläsernen Bären bei der Berlinale (Bester Kinder- und Jugendfilm)
    • 2002 Gewinner Deutscher Jugendvideopreis
    Abbildung
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    Großbritannien/Frankreich, 2000
    102 Minuten
    Regie: John Hay
    Mit Robert Carlyle
    Ab 10 Jahren
  • Hände weg von Mississippi

    Bullerbü in Deutschland: So sieht das Dorf aus, in dem Emmas Großmutter lebt. Sie wird fantastisch gespielt von Katharina Thalbach, die man sofort gern als eigene Großmutter adoptieren würde. Zwischen blühenden Gärten, Pferden, Schweinen, Katzen und Findlingshunden verbringt Emma jedes Jahr ihre Sommerferien. Doch diesmal ist alles anders: Der alter Herr Klipperbusch ist gestorben, und sein Pferd Mississippi soll zum Schlachter. Emma ist außer sich und rettet ihr Lieblingstier – nur um postwendend in eine finstere Intrige des ebenso finsteren Klipperbusch-Erben Albert Gansmann verwickelt zu werden. Aber es geht alles gut aus, denn Detlev Buck als Dorfpolizist sieht, seines Weges stolpernd, nach dem Rechten.

    Auszeichnungen:

    Prädikat »besonders wertvoll« (FBW) – hier die Bewertung der FBW lesen

    Hände weg von Mississippi – Prädikat »besonders wertvoll« (FBW)

    Aus der Begründung der FBW:

    Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit. Garantiert gute Laune, Lust aufs Land und auf die Anarchie macht dieser traumwandlerisch gelungene, hervorragende Kinderfilm. Ein neuer Beweis für Detlev Bucks Regietalent. Mit trefflich geführten jungen Darstellern, einem spannenden Ensemble und einem Ausflug in eine Beinah-Idylle mit einer Portion Globalisierung. Ganz wunderbare Einzelszenen wie ein Tanz im Gewitterregen oder das Liegen im sommerlichen Erdbeerfeld. Und nebenbei die denkbar schönste Werbung für Nordwest Mecklenburg.

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    • 2007 Bester Jugendfilm beim Deutschen Filmpreis
    • 2007 Bester Jugendfilm beim Bayerischen Filmpreis
    Abbildung
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    Deutschland, 2007
    96 Minuten
    Regie: Detlev Buck
    Mit Detlev Buck, Christoph Maria Herbst, Katharina Thalbach
    Ab 6 Jahren
  • Mondscheinkinder

    Jeder Tag in Pauls Leben ist ein Geschenk, soviel wird gleich zu Beginn des Films Mondscheinkinder klar. Der Sechsjährige leidet an einer unheilbaren Krankheit: Er verträgt kein Sonnenlicht. Jeder Sonnenstrahl lässt seine besondere Form von Hautkrebs explodieren. Deshalb lebt Pauls Familie – die Mutter und seine 12jährige Schwester Lisa – im Halbdunkel. Alle Fenster sind mit Licht abweisender Folie verklebt. Draußen spielen darf Paul nur nachts. Lisa versucht, ihrem Bruder eine Fantasiewelt zu schaffen, die die engen Grenzen der düsteren Wohnung sprengt: In dieser Welt ist Paul ein gestrandeter Außerirdischer, der die Atmosphäre auf dem Planeten Erde nicht erträgt und einen Weg zurück zu seinem Heimatstern suchen muss.
    Lisa leistet viel mehr, als man einer 12jährigen zumuten dürfte – aber das Leben fragt leider nicht immer, was man darf. Lisa beklagt sich auch nicht: Sie liebt ihren Bruder, ist aber manchmal genervt von ihm; sie versteht die Zwangslage ihrer berufstätigen Mutter und wünscht sich doch oft, sie hätte mehr Zeit für sich. In einen inneren Konflikt gerät Lisa, als sie sich in Simon verliebt – einen coolen, hippen Jungen, der sie wunderbarer Weise wiederliebt, obwohl sie ganz und gar nicht zu den schicken Mädchen an ihrer Schule gehört. Darf sie glücklich sein, obwohl Paul so krank ist? Gott sei Dank gibt es einen vernünftigen Familienarzt, der sagt: Natürlich darfst du glücklich sein! Und Simon erweist sich seinerseits als Glücksfall: Weil er sich für Astronomie interessiert, Astronaut werden will und darum ganz ausgezeichnet an Pauls Weltraum-Trostgeschichte miterzählen kann. Am Ende verstehen es Lisa und Simon besser als alle Erwachsenen, Paul das Sterben zu erleichtern.
    Dieser Film ist wunderschön – und unendlich traurig. Er ist ohne Altersbeschränkung freigegeben, aber kaum geeignet für Zuschauer, die jünger sind als 12 Jahre. Und auch die werden jemanden brauchen, mit dem sie über den Film sprechen können.

    Auszeichnungen:

    • 2006 »Publikumspreis« beim Max Ophüls Preis
    • 2007 Gewinner beim Kinder-Film & Fernsehfestival »Goldener Spatz«
    Abbildung
    » Trailer anschauen
    Deutschland, 2005
    86 Minuten
    Regie: Manuela Stacke
    Ab 12 Jahren
  • Hoppet – Der große Sprung ins Glück

    Schweden ist so unendlich weit entfernt von der Heimat der Brüder Azad und Tigris – doch nach Schweden verschlägt es sie auf der Flucht aus einem der vielen Bürgerkriegsgebiete des mittleren Ostens. Mutter und Vater sind zurück geblieben, um den Söhnen eine Ausreise zu ermöglichen – die aber fühlen sich nicht gerettet, sondern von alle Welt verlassen. Es ist das schwedische Schulsystem mit seiner Offenheit für die unterschiedlichen Fähigkeiten aller Schüler, das Azad und Tigris schließlich wieder zu fröhlichen Menschen macht. Ein Sportlehrer entdeckt Azads enorme Begabung im Hochsprung. Sein Weg, begleitet von neuen Schwedischen Freunden, führt direkt in die Wettkampfmannschaft der Schule – und etwas indirekt wieder in die Arme seiner Eltern.

    Auszeichnungen:

    • 2007 Gewinner beim Internationalen Kinderfilmfestival LUCAS
    • 2007 Gewinner Kinder- und Jugendfilmpreis Nordische Filmtage Lübeck
    Abbildung
    » Trailer anschauen
    Schweden/Norwegen/Deutschland, 2006
    83 Minuten
    Regie: Petter Næss
    Ab 8 Jahren
  • Misa Mi – Freundin der Wölfe

    Eine ganze Zeit lang ist das Leben schön – und dann wird plötzlich alles anders. Misas Mutter stirbt. Mit ihrer eigenen Trauer, mit der Trauer ihres Vaters kommt die Zehnjährige noch irgendwie zurecht. Nicht aber damit, dass der Vater sich langsam erholt und eine neue Frau kennen lernt. Misa flüchtet (aus Stockholm?) zu ihrer Großmutter ins schwedische Lappland, muss aber erkennen, dass sie ihre Mutter hier nicht weniger vermisst als zu Hause. Erst die gefährliche Freundschaft zu einer geheimnisvollen Wölfin hilft Misa, ihre Einsamkeit zu überwinden und einen Weg zurück zu ihrem Vater zu finden.

    Auszeichnungen:

    • 2004 Gewinner beim Internationalen Kinderfilmfestival LUCAS
    • 2004 Gewinner Bester Junior-Film beim Internationalen Filmfestival »Schlingel«, Chemnitz
    Abbildung
    Schweden, 2003
    79 Minuten
    Regie: Linus Torell
    Ab 9 Jahren

»Die ZEIT Kinderfilm-Edition ist eine anspruchsvolle und sehr empfehlenswerte Edition für Kinder und Jugendliche – mit besonders wertvollen Filmen.«

Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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