Die 10 Kinderfilme der ZEIT-Edition
537 Bewertungen 10 preisgekrönte und wertvolle Kinderfilme, ausgewählt von der ZEIT, sorgen für beste Unterhaltung.leider ausverkauft ←
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Die 10 Kinderfilme der ZEIT-Edition im Detail
Übersicht
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Der Brief für den König
Es ist nicht immer leicht, berühmte Eltern zu haben: Das merkt Tiuri, der Sohn eines für seinen Mut allenthalben bewunderten Ritters. Auf dem jungen Mann lasten hohe Erwartungen, als sein eigener Ritterschlag bevorsteht. Und ausgerechnet dieser Tiuri, einer der vielversprechendsten Schildknappen im Reich König Dragonauts, enttäuscht Familie und Freunde: Er hält sich nicht an die Regeln des vorgeschriebenen Rituals, er bricht ein Schweigegelübde und verlässt die Kapelle, in der er unbedingt hätte ausharren müssen.
In Der Brief für den König geht es um zwei altmodische Dinge: um Tapferkeit und Ehre. Tiuris wahre Tapferkeit liegt darin, dass er alle Vorschriften über den Haufen wirft, als es gilt, einem Unbekannten in der Not zu helfen. Seine anschließende Flucht führt ihn durch Wildnis, Wälder und Berge zu König Unauwen, dem er einen Brief bringen soll: Darum hatte der Fremde ihn angefleht. Dieser Ritt ist ein Kampf um Tiuris Ehre: Er hat Gesetze verletzt, aber er hat moralisch richtig gehandelt – das wird spätestens offenbar, als der Inhalt des Briefes zwei Königreiche vor Krieg und Verderben bewahrt. Etwas Wichtiges lernt Tiuri unterwegs: Vertrauen und Freundschaft können an den unwahrscheinlichsten Orten gefunden werden. Und sie sind besonders viel wert, wenn man sie ganz allein erringt. Tiuri, das ist schließlich offenbar, wird ein sehr guter Ritter sein – und das nicht, weil sein Vater einer ist. Für Fantasyfreunde, die gelegentlich das Auenland verlassen wollen.Auszeichnungen:
- 2008 Gewinner Bester Junior-Film beim Internationalen Filmfestival »Schlingel«, Chemnitz
- 2008 Preis der Kinderjury beim Internationalen Filmfestival »Schlingel«, Chemnitz

- Deutschland/Niederlande, 2008
107 Minuten
Regie: Pieter Verhoeff
Mit Uwe Ochsenknecht
Ab 8 Jahren
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Paulas Geheimnis
Eine spannende Rollentausch-Geschichte in bester Kästner-Tradition: Paula soll eigentlich ins teure Sommercamp nach Sylt, doch statt ihrer fährt Jenny, die Schwester von Paulas Mitschüler und Beinahe-Freund Tobi. Das gibt Paula und Tobi die Chance, in aller Freienruhe zwei Taschendiebe zu jagen, die Paulas Tagebuch gestohlen haben. Doch die Schuldigen, Ioanna und Radu, sind keine abgebrühten Jungverbrecher, sondern verängstigte rumänische Kinder, die von einer skrupellosen Bande zum Stehlen gezwungen werden. Als sie das verstehen, ändert sich Paulas und Tobis Perspektive: von Hobby-Detektiven werden sie zu ziemlich ernsthaften Rettern.
Auszeichnungen:
- 2006 Gewinner beim Internationalen Kinderfilmfestival LUCAS
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» Trailer anschauen - Deutschland, 2006
95 Minuten
Regie: Gernot Krää
Mit Jürgen Vogel, Leslie Malton
Ab 8 Jahren
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Das fliegende Klassenzimmer
Erich Kästner-Fans werden sich vermutlich nie auf ein Lieblingsbuch aus seiner Feder einigen können, aber Das fliegende Klassenzimmer ist ein starker Kandidat – und Tomy Wigands Verfilmung aus dem Jahr 2003 wird der literarischen Vorlage mehr als gerecht. Im Internat des Leipziger Thomanerchors geht es turbulent zu: Der neue Schüler Jonathan schmuggelt einen Hund in die Schule, Chorsänger und »externe« Schüler sind auf dem Kriegspfad und eine Fernsehaufzeichnung des Weihnachtsoratoriums fällt fast ins Wasser. Dafür bekommen die Schüler-Helden des Films unerwartet die Gelegenheit, ihrem Lieblingslehrer »Justus« einen großen Dienst zu erweisen – und eine höchste eigenwillige Inszenierung des »fliegenden Klassenzimmers« wird auf ihre Weise ein rauschender Erfolg.
Auszeichnungen:
- 2003 Gewinner beim Kinder-Film & Fernsehfestival »Goldener Spatz«
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» Trailer anschauen - Deutschland, 2003
110 Minuten
Regie: Tomy Wigand
Mit Robert Koch, Anja Kling, Ulrich Noethen, Piet Klocke
Ab 6 Jahren
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S.O.S. – Ein spannender Sommer
Wo fängt Norwegen an, und wo hört es auf? Irgendwo draußen zwischen den Schären, den einsamen felsigen Inseln vor der Küste, wo Sommergäste romantische Ferien verbringen und eine kleine Zahl von Menschen dem Meer rund ums Jahr ihren Lebensunterhalt abtrotzt. Zu den Dauerbewohnern der Schären gehört auch Nooras Familie. Ihre Mutter ist Norwegerin, ihr Vater afrikanischstämmiger Einwanderer. Nooras milchkaffeefarbene Haut unterscheidet sie von ihren Altersgenossen, aber davon abgesehen ist sie ein Schärenkind wie aus dem Bilderbuch: Sie schwimmt mit wunderbarer Eleganz und Kraft, sie fischt und geht geschickter mit Booten um als manche Erwachsene.
Spannend – und schließlich gefährlich – wird Nooras Sommer, als in der Nähe ihrer Heimatinsel eine Drogenübergabe scheitert und die Schmuggler das Mädchen, das ständig im und am Wasser unterwegs ist, ins Visier nehmen: Hat sie etwa gesehen, wohin das Paket mit seinem verbotenen Inhalt verschwunden ist? Noora merkt zunächst nichts von der Gefahr, in der sie schwebt: Sie und ihr Bruder sind vollauf damit beschäftigt, ein zahmes Seehundbaby vor einem schießwütigen Nachbarsjungen zu verstecken. Doch als Nooras Eltern aufs Festland fahren müssen, weil noch ein kleines Geschwisterchen auf die Welt kommen will, wird den Kindern klar, dass die netten Sommergäste, in deren Obhut sie zurückgelassen wurden, alles andere sind als vertrauenswürdig … Wie gut, dass Noora die Insel besser kennt als ihre Jeanstasche.
Ein Film mit überwältigenden Landschaftsaufnahmen und unglaublich niedlichen Seehundbildern. Mitunter atemberaubend für Zuschauer ab acht JahrenAuszeichnungen:
- 2008 Gewinner Publikumspreis der Kinderjury Nordische Filmtage Lübeck
- 2008 Teilnehmer am Internationalen Kinderfilmfestival LUCAS
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» Trailer anschauen - Norwegen, 2008
85 Minuten
Regie: Arne Lindtner Næss
Ab 8 Jahren
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Die Rote Zora
Zora ist Pippi Langstrumpf als Mädchenheldin ebenbürtig: Sie hat ebenso feuerrotes Haar und ist mutig, stark und wild. Im Kroatien der 30er Jahre führt sie eine Bande von Waisenkindern an, die von Staat und Gesellschaft vernachlässigt und verfolgt werden. Branko, Duro, Nicola und Pavle zweifeln keinen Moment an der Autorität ihrer Anführerin, deren Klugheit sie vor Hunger und Not bewahrt. Doch das halbidyllische Leben in der alten Burgruine über der Stadt findet ein jähes Ende, als der korrupte Bürgermeister Ivekovic und der skrupellose Fischhändler Karaman gegen die Kinder zu Felde ziehen. Jetzt brauchen und bekommen Zora und ihre Freunde endlich doch die Hilfe eines Erwachsenen. Sie finden Zuflucht beim alten Fischer Gorian – stark, Vertrauen erweckend und warmherzig gespielt von Mario Adorf.
Auszeichnungen:
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» Trailer anschauen - Deutschland/Schweden, 2007
95 Minuten
Regie: Peter Kahane
Mit Mario Adorf, Ben Becker, Dominique Horwitz
Ab 6 Jahren
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Es gibt nur einen Jimmy Grimble
Jimmy Grimbles Ohren stehen dramatisch vom Kopf ab, er ist klein für seine 15 Jahre und wird in der Schule brutal gemobbt. Zu Hause sieht es nicht viel besser aus: Jimmys alleinerziehende Mutter arbeitet Nachtschicht in der Taxizentrale, und ihre Freunde wechseln oft. Jimmys einzige Leidenschaft ist der Fußball, doch auch in der Schulmannschaft spielt er die Rolle des Underdogs. Das ändert sich erst, als eine geheimnisvolle alte Frau ihm Fußballschuhe schenkt, die ganz offensichtlich magische Kräfte haben – oder ist doch Jimmys erwachendes Selbstvertrauen am Werk?
Auszeichnungen:
- 2001 Gewinner des gläsernen Bären bei der Berlinale (Bester Kinder- und Jugendfilm)
- 2002 Gewinner Deutscher Jugendvideopreis
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» Trailer anschauen - Großbritannien/Frankreich, 2000
102 Minuten
Regie: John Hay
Mit Robert Carlyle
Ab 10 Jahren
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Hände weg von Mississippi
Bullerbü in Deutschland: So sieht das Dorf aus, in dem Emmas Großmutter lebt. Sie wird fantastisch gespielt von Katharina Thalbach, die man sofort gern als eigene Großmutter adoptieren würde. Zwischen blühenden Gärten, Pferden, Schweinen, Katzen und Findlingshunden verbringt Emma jedes Jahr ihre Sommerferien. Doch diesmal ist alles anders: Der alter Herr Klipperbusch ist gestorben, und sein Pferd Mississippi soll zum Schlachter. Emma ist außer sich und rettet ihr Lieblingstier – nur um postwendend in eine finstere Intrige des ebenso finsteren Klipperbusch-Erben Albert Gansmann verwickelt zu werden. Aber es geht alles gut aus, denn Detlev Buck als Dorfpolizist sieht, seines Weges stolpernd, nach dem Rechten.
Auszeichnungen:
- 2007 Bester Jugendfilm beim Deutschen Filmpreis
- 2007 Bester Jugendfilm beim Bayerischen Filmpreis
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» Trailer anschauen - Deutschland, 2007
96 Minuten
Regie: Detlev Buck
Mit Detlev Buck, Christoph Maria Herbst, Katharina Thalbach
Ab 6 Jahren
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Mondscheinkinder
Jeder Tag in Pauls Leben ist ein Geschenk, soviel wird gleich zu Beginn des Films Mondscheinkinder klar. Der Sechsjährige leidet an einer unheilbaren Krankheit: Er verträgt kein Sonnenlicht. Jeder Sonnenstrahl lässt seine besondere Form von Hautkrebs explodieren. Deshalb lebt Pauls Familie – die Mutter und seine 12jährige Schwester Lisa – im Halbdunkel. Alle Fenster sind mit Licht abweisender Folie verklebt. Draußen spielen darf Paul nur nachts. Lisa versucht, ihrem Bruder eine Fantasiewelt zu schaffen, die die engen Grenzen der düsteren Wohnung sprengt: In dieser Welt ist Paul ein gestrandeter Außerirdischer, der die Atmosphäre auf dem Planeten Erde nicht erträgt und einen Weg zurück zu seinem Heimatstern suchen muss.
Lisa leistet viel mehr, als man einer 12jährigen zumuten dürfte – aber das Leben fragt leider nicht immer, was man darf. Lisa beklagt sich auch nicht: Sie liebt ihren Bruder, ist aber manchmal genervt von ihm; sie versteht die Zwangslage ihrer berufstätigen Mutter und wünscht sich doch oft, sie hätte mehr Zeit für sich. In einen inneren Konflikt gerät Lisa, als sie sich in Simon verliebt – einen coolen, hippen Jungen, der sie wunderbarer Weise wiederliebt, obwohl sie ganz und gar nicht zu den schicken Mädchen an ihrer Schule gehört. Darf sie glücklich sein, obwohl Paul so krank ist? Gott sei Dank gibt es einen vernünftigen Familienarzt, der sagt: Natürlich darfst du glücklich sein! Und Simon erweist sich seinerseits als Glücksfall: Weil er sich für Astronomie interessiert, Astronaut werden will und darum ganz ausgezeichnet an Pauls Weltraum-Trostgeschichte miterzählen kann. Am Ende verstehen es Lisa und Simon besser als alle Erwachsenen, Paul das Sterben zu erleichtern.
Dieser Film ist wunderschön – und unendlich traurig. Er ist ohne Altersbeschränkung freigegeben, aber kaum geeignet für Zuschauer, die jünger sind als 12 Jahre. Und auch die werden jemanden brauchen, mit dem sie über den Film sprechen können.Auszeichnungen:
- 2006 »Publikumspreis« beim Max Ophüls Preis
- 2007 Gewinner beim Kinder-Film & Fernsehfestival »Goldener Spatz«
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» Trailer anschauen - Deutschland, 2005
86 Minuten
Regie: Manuela Stacke
Ab 12 Jahren
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Hoppet – Der große Sprung ins Glück
Schweden ist so unendlich weit entfernt von der Heimat der Brüder Azad und Tigris – doch nach Schweden verschlägt es sie auf der Flucht aus einem der vielen Bürgerkriegsgebiete des mittleren Ostens. Mutter und Vater sind zurück geblieben, um den Söhnen eine Ausreise zu ermöglichen – die aber fühlen sich nicht gerettet, sondern von alle Welt verlassen. Es ist das schwedische Schulsystem mit seiner Offenheit für die unterschiedlichen Fähigkeiten aller Schüler, das Azad und Tigris schließlich wieder zu fröhlichen Menschen macht. Ein Sportlehrer entdeckt Azads enorme Begabung im Hochsprung. Sein Weg, begleitet von neuen Schwedischen Freunden, führt direkt in die Wettkampfmannschaft der Schule – und etwas indirekt wieder in die Arme seiner Eltern.
Auszeichnungen:
- 2007 Gewinner beim Internationalen Kinderfilmfestival LUCAS
- 2007 Gewinner Kinder- und Jugendfilmpreis Nordische Filmtage Lübeck
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» Trailer anschauen - Schweden/Norwegen/Deutschland, 2006
83 Minuten
Regie: Petter Næss
Ab 8 Jahren
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Misa Mi – Freundin der Wölfe
Eine ganze Zeit lang ist das Leben schön – und dann wird plötzlich alles anders. Misas Mutter stirbt. Mit ihrer eigenen Trauer, mit der Trauer ihres Vaters kommt die Zehnjährige noch irgendwie zurecht. Nicht aber damit, dass der Vater sich langsam erholt und eine neue Frau kennen lernt. Misa flüchtet (aus Stockholm?) zu ihrer Großmutter ins schwedische Lappland, muss aber erkennen, dass sie ihre Mutter hier nicht weniger vermisst als zu Hause. Erst die gefährliche Freundschaft zu einer geheimnisvollen Wölfin hilft Misa, ihre Einsamkeit zu überwinden und einen Weg zurück zu ihrem Vater zu finden.
Auszeichnungen:
- 2004 Gewinner beim Internationalen Kinderfilmfestival LUCAS
- 2004 Gewinner Bester Junior-Film beim Internationalen Filmfestival »Schlingel«, Chemnitz
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- Schweden, 2003
79 Minuten
Regie: Linus Torell
Ab 9 Jahren

