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Markus Lüpertz: »Hōra«

Exklusiv für die Zeit Kunstwelt

Markus Lüpertz: »Hōra«

Auf 45 Skulpturen limitierte Sonderedition – exklusiv gefertigt zum 70. Geburtstag der ZEIT.
 
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Detaillierte Informationen

Das Kunstwerk

Exklusiv zum 70. Jubiläum der ZEIT erscheint eine besondere, streng limitierte Skulpturen-Edition des bedeutenden Gegenwartskünstlers Markus Lüpertz. Seine Figur »Hōra« – griechisch für »Zeit« – ist jedoch kein »Zeit-Porträt«: Sie ist eine Auseinandersetzung mit der fundamentalen Bedeutung des Begriffes. So symbolisiert das Stundenglas zu Füßen der »Hōra« Vergänglichkeit, der darauf liegende Granatapfel ist das Zeichen der Unsterblichkeit – ein Widerspruch, der die Extreme der Zeit darzustellen vermag. Verschiedene weitere Details transportieren Lüpertz´ Botschaft, so wie in vielen anderen seiner Werke: die Personifikation eines Wortes in all seinen Bedeutungsfacetten. Sichern Sie sich jetzt Ihr exklusives Exemplar aus der auf 45 Skulpturen limitierten Jubiläumsedition. 

Der Künstler

»Markus Lüpertz« zählt zu den einflussreichsten deutschen Künstlern nach dem Zweiten Weltkrieg. Seine Werke werden weltweit in zahlreichen namhaften Museen gezeigt. 1982 war er Teilnehmer der documenta VII in Kassel. Zudem prägte er als Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie von 1988 bis 2009 die Hochschullandschaft entscheidend mit. Zum umfangreichen Œuvre des Künstlers gehören neben Gemälden und Grafiken ebenso Zeichnungen und Skulpturen sowie Bühnenbilder und Kirchenfenster. Ausführliche Informationen zum Künstler finden Sie hier.

Ausstellungen

Aktuelle Ausstellungen von Markus Lüpertz finden Sie auf der ZEIT Kunstwelt »Ausstellungsseite«.

© VG Bild-Kunst, Bonn 2016

WERKDATEN

49 x 25 x 16,5 cm, Originalvorlage aus Gips, in Bronze gegossen von der Düsseldorfer Kunstgießerei Schmäke, persönlich handbemalt vom Künstler

ERSCHEINUNGSJAHR

2016

AUFLAGE

45 zzgl. E.A., mit Monogramm und Nummerierung auf der Plinthe, Exklusiv für DIE ZEIT

KOOPERATION

In Kooperation mit der Galerie Breckner

»Jedes Bild, jede Skulptur hat irgendwo noch einen Makel. Sie müssen nur dafür sorgen, dass Sie auf hohem Niveau und nicht schon unten scheitern. Aber erst der Makel, das Scheitern machen die Kunst begreifbar, denn der Betrachter muss mit in die Problematik des Bildes hineingezogen werden. Der Betrachter ist ganz wichtig für die Kunst, ohne ihn gibt es sie nicht.«

Markus Lüpertz
Maler, Bildhauer, Musiker und Dichter

Das Kunstwerk

»Hōra«: Die Facetten der »Zeit« in einem faszinierenden Meisterwerk

Es ist kein Porträt, das Markus Lüpertz mit seiner Figur »Hōra« der ZEIT zum Jubiläum gewidmet hat. Der Künstler setzt sich vielmehr mit der umfassenden Bedeutung des Begriffes »Zeit« auseinander, die sich jenseits des Irdischen befindet. So präsentiert sich seine »Hōra« ohne Kopf: Die Zeit steht über dem Individuum. Ihren Titel erhält die Figur vom griechischen Wort für »Zeit«, ihre Form ähnelt der antiker Skulpturen: Die Hüfte leicht ausgestellt, der rechte Arm angewinkelt und bis zur Schulter erhoben, der linke hingegen in strikter Betonung der Senkrechten nach unten weisend, steht diese weibliche Figur in klassisch-antiker Körperhaltung vor ihren Betrachtern.

Markus Lüpertz setzt sich mit seiner Skulptur jedoch einmal mehr über eine zu enge Deutung nach antiken Vorbildern hinweg und erschafft seine eigene ideen- und mythenreiche Figurine: Das Stundenglas zu ihren Füßen, Vergänglichkeit symbolisierend, und der darauf liegende Granatapfel, ein Zeichen der Unsterblichkeit, stehen im Widerspruch und stellen zugleich die Extreme der Zeit dar. Auch der Stab in der Rechten, der in der Kunst zuweilen als Symbol für die Auferstehung verwendet wird, gehört dieser Kategorie von Bedeutungsträgern an, während der nach unten zeigende linke Arm als narratives Element fungiert. Mit der farbreichen Bemalung, mit der Markus Lüpertz seine Bronze per Hand überzieht, transferiert der Künstler die Malerei in ein neues Medium. Für Lüpertz bilden Skulpturen die Erweiterung einer Oberfläche, sie tragen seine Malerei in den Raum.

Auch handwerklich ist diese Skulptur ein Meisterwerk. Die Originalvorlage wurde von Markus Lüpertz aus Gips geformt und anschließend in der renommierten Düsseldorfer Kunstgießerei Schmäke gegossen. Jede Figur wird vom Künstler persönlich per Hand bemalt.

Details zur »Hōra«

Maße:

49 x 25 x 16,5 cm (H x B x T)

Material / Technik:

Bronzeguss, handbemalt

Jahr:

2016

Signatur:

in der Plinthe monogrammiert und nummeriert

Auflage:

45 Exemplare, zzgl. e.a.

© Galerie Breckner 2015, Foto: Hojabr Riahi
Markus Lüpertz: Maler, Bildhauer, Musiker und Dichter.

Die Kunst

Markus Lüpertz’ Skulpturen

In seinen Skulpturen sucht Markus Lüpertz die Einfachheit des Archaischen, wobei er überwiegend die traditionellen Methoden des Bronzegusses einsetzt. Auch wenn er in seinen plastischen Arbeiten bewusst die Brüche, das Unvollkommene in der menschlichen Figur aufzeigt, so tragen die nach antikem Vorbild farbig bemalten Bronzen noch immer die Erinnerung des Erhabenen und Vollkommenen in sich.

Wie auch schon bei anderen Werken, in denen sich Markus Lüpertz mit historischen Persönlichkeiten oder mythologischen Figuren beschäftigte, darunter Herkules, Mozart, Hölderlin oder Beethoven, handelt es sich auch bei »Hōra« nicht um ein Bildnis im engeren Sinne. Die Gesamtheit der Figur – die Begrifflichkeit, der Mythos, die Idee – zeigt sich in ihr als Ganzes. Diese Vorgehensweise Lüpertz', eine Art Credo seines Kunstwollens, beschrieb er selbst im Zusammenhang mit einer früher geschaffenen Skulptur wie folgt: „Ich will (...) nicht die Aphrodite schaffen, ich will eine Frau machen, die dann Aphrodite heißt.“ (Markus Lüpertz, 2002)

Der Künstler

Markus Lüpertz

Markus Lüpertz, 1941 in Böhmen geboren, zählt zu den bedeutendsten und einflussreichsten deutschen Künstlern der Gegenwart. Seine Bilder und Skulpturen zeichnen sich durch geheimnisvolle Suggestivkraft und archaische Monumentalität aus. Schon früh verschreibt sich der Künstler der gegenständlichen Malerei und arbeitet damit in den 1960er Jahren, in denen Konzeptkünstler und Minimalisten der Malerei den Rücken kehren, gegen den Strom. In dieser Zeit entwickelt er sein Konzept der »dithyrambischen Malerei«, die nicht nur Euphorie im Betrachter hervorrufen will, sondern zugleich auch innerhalb einer engen formalen Struktur Chaos beschwören soll. In den 1970er Jahren stellen seine sogenannten »Deutschen Motive« der ästhetischen eine geschichtspolitische Frage anbei. Mitte der 1980er Jahre beginnt Markus Lüpertz' bis heute andauernde Auseinandersetzung mit Themen der klassischen Antike – in der Malerei und der Skulptur.

Als Teilnehmer der von Rudi Fuchs geleiteten documenta VII 1982 in Kassel und für sein Schaffen als Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie von 1988 bis 2009 erhielt Markus Lüpertz internationale Anerkennung. Seine Werke werden in zahlreichen namhaften Museen weltweit gezeigt, zum umfangreichen Œuvre des Künstlers gehören neben Gemälden und Grafiken auch Zeichnungen und Skulpturen sowie Bühnenbilder und Kirchenfenster.

Einige von Markus Lüpertz geschaffene Skulpturen stehen prominent im öffentlichen Raum, so der 2007 entstandene »Mercurius« in Bonn oder die Bronzeskulptur »Die Philosophin« aus dem Jahr 1998 im Foyer des Bundeskanzleramtes in Berlin. Darüber hinaus tritt Markus Lüpertz auch als Lyriker und Jazz-Musiker in Erscheinung. Im Frühjahr 2015 fand im Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris eine erfolgreiche Retrospektive mit 140 Werken statt. 2016 feiert der Künstler seinen 75. Geburtstag, zahlreiche Museen widmen dem Werk des Künstlers Ausstellungen. Den Anfang macht das Museum im Kleihues-Bau in Kornwestheim ab dem 12. Februar mit der Skulpturen-Ausstellung „Einblicke“.

Bewertungen(1)

Kundenbewertungen für Markus Lüpertz: »Hōra«

5 Durchschnittliche Kundenbewertung:
(aus 1 Bewertungen)
Ein Original..
Rainer Gröschl
 - 15.02.2016
 
Glückwunsch, denn im Gegensatz zu ihren vorherigen Editionen, wie einem Nolde-Blatt, das ja keine Originalgrafik ist, ist dies ein Original. Warum verlegen Sie nicht zeitgenössische Kunst von guten und unbekannteren Künstlern? Das Bewusstsein ihrer Kunden für Qualität wird sie vermutlich bestätigen. Den erforderlichen Mut wünsche ich Ihnen.

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