Braque, Georges:
»Oiseau des forêts XVII«
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Braque, Georges:
»Oiseau des forêts XVII«
Original-Farblithografie 1958, Auflage 75 Exemplare arabisch nummeriert + 25 Exemplare römisch nummeriert - gesamt 100 Exemplare auf Bütten, handsigniert. Werkverzeichnis Mourlot 50, Vallier 127. Im handgearbeiteten Rahmen mit Echtweißgoldauflage und entspiegeltem Glas 96 x 77 cm.
Über den Künstler: Vor dem ersten Weltkrieg entstand 1908 in Frankreich der Kubismus, dessen Väter Georges Braque und sein Freund und Weggenosse Pablo Picasso waren.
Aus dem Krieg zurückgekehrt ging Braque, der am 13.5.1882 in Argenteuils-sur-Seine geboren wurde, jedoch andere künstlerische Wege als Picasso, die ihn wiederum mit Henri Laurens und Juan Gris verbanden.
In den kubistischen Bildern waren die Gitarre, Vasen und Tische zentrale Motive. Die reinen Farben, die noch seine frühen fauvistischen Landschaftsbilder beherrschten, mussten einer grau-braunen Palette weichen. Als Gegenpol zum Kubismus entwickelte Braque die Collagen, die mit Tapetenresten und Zeitungsausschnitten eine neue Bildrealität schufen. Es folgten dann in den 30er Jahren noch einmal Landschaften, die jedoch von einem stilllebenartigen Aufbau zeugen. Ab 1938 wurde für den Künstler das traditionelle Thema des Ateliers von Bedeutung, das er durch das Vogelmotiv um eine mystische Komponente bereicherte. In seinen letzten Lebensjahren präsentierte sich der Künstler nicht nur als Maler und Bildhauer, sondern auch als Schmuckdesigner. Seine „Bijou Braque“ verbinden die Juwelierkunst mit dem Anspruch des Künstlerischen.
Seine Kunst war derart angesehen, dass ihm als ersten Künstler 1961 noch zu Lebzeiten eine Ausstellung im Louvre gewidmet wurde. Die Verschneidungen und Durchdringungen in den Werken Braques erscheinen nicht intensiv räumlich, sondern sind ein Bestandteil der Bildebene. Deshalb wirken seine Bilder ästhetisch und sensibel.
Das Sehen wird „aktiviert“, der Bildeindruck ist immer mehrdeutig. Die Motive sind zu farbigen und formalen Strukturen aufgelöst. Die Form der Dinge hat eine Eigenständigkeit und ist zugleich in größere Konstellationen eingebunden. Alle bedeutenden Museen zeigen sein Werk an exponierter Stelle.


