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Hario Skerton Kaffeemühle

Hario Skerton Kaffeemühle

52 Bewertungen

EUR 49,95 €

  • 5   Klein und fein

    Richtig guten Kaffee wieder selber per Hand malen macht mit der Hario gute Laune und Vorfreude auf den Kaffeegenuss.
    Eine englische Anleitung zur Einstellung der Mühle findet sich unter: www.harioglass.com/pdf/CERAMIC_COFFEE_GRINDER_MSCS-2TB.pdf

    , Münster, 08. Juni 2011

  • 5   Minimalistisch

    Wer sich die Hario Skerton bestellt, vertraut zunächst einmal dem guten Ruf des Zeit-Shops, der wohl kaum Billigware zu überteuerten Preisen anbietert. Wenn man die Mühle dann in Händen hält, wird dieses Vertrauen doch auf eine harte Probe gestellt. Das ganze sieht aus, als wenn jemand einen unförmigen Plastikbecher auf Omas Marmeladenglas geschraubt und mit einer zu groß geratenen Kurbel versehen hätte. Auch der "Anti-Rutsch-Ring" aus dünnem. dunkelgrauen Gummi verbessert diesen Eindruck nicht. Eine weitere Enttäuschung: eine deutsche oder auch nur englische Anleitung fehlt. Bis auf den Namen des Herstellers finden sich nur ein paar (nicht selbsterklärende!) Illustrationen und jede Menge japanischer Schriftzeichen auf dem Umkarton, in der Beschreibung und den sonstigen Zettelchen und Etiketten.

    Nun kann man sich natürlich die Frage stellen, wozu man für eine Handkaffeemühle eine Anleitung gebraucht? Oben Kaffeebohnen rein, die Kurbel betätigen und am Ende unten das Kaffeepulver entnehmen, das müsste doch alles sein, oder? Naja, zumindest den Mahlgrad möchte man doch einstellen können. Wäre da jetzt ein Rädchen zum Drehen oder etwas in der Art, das womöglich noch irgendwie so gekennzeichnet ist, dass man "grob" und "fein" daraus erkennen könnte, wäre ja alles gut. Das ist aber bei der Hario Skerton nicht der Fall. Nach einigem Googeln und Herumprobieren habe ich dann eine (immerhin!) englische Beschreibung gefunden, die die Einstellung des Mahlgrades erklärt. Ihr lässt sich auch entnehmen, das alle Teile in die Spülmaschine dürfen (Aha - auch das Mahlwerk?) und dass das Keramik-Mahlwerk mit der Zeit stumpf und damit unbrauchbar werden (Na, dann hoffen wir mal, dass das eine Weile dauert).

    Nun aber ein paar Worte zur praktischen Anwendung: Trotz des oben offenen Behälters für die Kaffeebohnen ist zumindest bei geringen Mengen (mehr als drei Messlöffel habe ich noch nicht gemahlen) springen hier die Bohnen nicht in der Gegend herum. Der Mahlvorgang dauert bei der genannten Menge fast 5 Minuten - bei recht feinem Mahlgrad. Für größere Kaffeetafeln wird man sich die Benutzung vermutlich verkneifen. Das Mahlen ist recht anstrengend, da es immer wieder zu Rucklern kommt, wenn irgendein offenbar besonders hartes Teil in die Mühle gelangt. Mahlt man im Stehen und hält die Mühle mit der linken Hand fest, schmerzt die linke Hand bald mehr als die rechte vom Kurbeln. Macht man es so wie weiland die Alten - d.h. man mahlt im Sitzen und klemmt sich die Mühle zwischen die Oberschenkel - geht es besser.

    Und das Ergebnis? Ich bilde mir ein, dass der Kaffee handgemahlen etwas besser schmeckt, als wenn ich ihn mit der elektrischen Mühle mahle. Zumindest entsteht bei der manuellen Mahlung weniger Wärme, die das Mehl z.T. etwas ölig werden lässt - was dem Geschmack zugute kommen sollte.

    Wenn man den Preis der Hario Skerton mit dem klassischer Handkaffeemühlen vergleicht, dann ist sie zwischen 25 und 40 EUR günstiger. Bei der Hario zahlt man eben hauptsächlich für das Mahlwerk und weniger für ein aufwändiges Holzgehäuse. Für die Qualität des Kaffees dürfte das jedoch kaum einen Unterschied machen. Wer es also minimalistisch liebt, kann zugreifen.

    , 05. Juni 2011

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