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»Klassik, die Geschichte schreibt«

Exklusiv für die Zeit

»Klassik, die Geschichte schreibt«

Musikalische Meisterwerke – und was sie uns über ihre Zeit erzählen
 
€ 99,95 Preise inkl. gesetzlicher MwSt. zzgl. Versandkosten
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„Wir sind begeistert von dieser Epochen übergreifenden Sammlung klassischer Symphonien. Das Begleitbuch ist aufwändig gestaltet mit Text und Bildern und jederzeit ein aufschlussreiches Nachschlagewerk und eine sehr gute Ergänzung zur CD-Sammlung. Eine ideale Anregung für Mußestunden!“

Susanne Röthenbacher

Zu den Bewertungen

»Klassik, die Geschichte schreibt«

Erleben Sie eine außergewöhnliche Verbindung von Klassik und Geschichte und genießen Sie auf 15 CDs wesentliche Werke der klassischen Musik von der Renaissance im 16. bis zur Moderne im 20. Jahrhundert. Hervorragende Aufnahmen garantieren Ihnen viele Stunden erstklassiger Hörerlebnisse.

Das ausführliche ZEIT-Begleitbuch lässt den historischen Hintergrund der Werke lebendig werden und schlägt in 15 Kapiteln zu den einzelnen Werken eine faszinierende Brücke zwischen Klassik und Weltgeschichte.  Ein individueller Download-Gutschein ermöglicht es Ihnen, die gesamte Musik als MP3 zusätzlich herunterzuladen, zur Nutzung unterwegs oder zuhause.

Eine hochwertige Klappkassette mit Hebebändchen für die CDs bietet die attraktive und langlebige Aufbewahrung für diese Edition; das Begleitbuch im Festeinband und mit Lesebändchen steht für komfortablen Lesegenuss.

Vorteile unserer Edition

 
15 CDs mit wesentlichen Werken der klassischen Musik von Palestrina über Bach, Mozart und Chopin bis zu Bernstein
 
Das ZEIT-Extra: ein exklusives Begleitbuch, das die Zusammenhänge zwischen den jeweiligen Werken und der Zeitgeschichte herstellt
 
ein individueller Download-Code für den mobilen Musikgenuss der gesamten Edition
 
sorgfältig ausgewählte Aufnahmen, die höchste Standards erfüllen und in vielen Fällen als Referenzaufnahmen bewertet werden
 
für Einsteiger und Kenner gleichermaßen geeignet
 
exklusiv bei der ZEIT erhältlich für nur 99,95 €

Die Edition im Detail

Palestrina / Monteverdi

Aus dem Begleitbuch:

In der Mitte des 16. Jahrhunderts steht die katholische Kirche durch die Reformation Martin Luthers unter Druck, im Konzil von Trient werden mögliche Kursänderungen diskutiert. Auch die Kirchenmusik steht zur Debatte, Forderungen nach der Abschaffung der Mehrstimmigkeit werden laut. Schließlich macht der neue Papst Marcellus II. 1555 die Reform der Kirchenmusik zur Chefsache und fordert vor allem Textverständlichkeit. Zu seinem Andenken legt Giovanni Pierluigi da Palestrina sieben Jahre später die Missa Papae Marcelli vor, in der er dieser Forderung auf kunstvollste Weise nachkommt.
Den Grundstein für ein anderes Genre, die Oper, legt knapp 50 Jahre später Claudio Monteverdi. Mit dem 1607 in Mantua uraufgeführten Werk L’Orfeo führt er alle Stränge der früheren Opernentwicklung zusammen. Zu der Zeit gern genutzte antike Vorlagen belebt er mit einer reichen Instrumentalbesetzung und durch den Wechsel von ausgedehnten Tanz- und Choreinlagen; die bisher nie dagewesenen ausgedehnten Soloszenen gelten als Vorläufer der späteren Arien. Diese Vielfältigkeit, mit der Monteverdi die noch junge Gattung Oper gestaltet, macht ihn zum eigentlichen Begründer dieses neuen Genres.

 

Interpreten:

Choir of Westminster Abbey, Simon Preston

The English Baroque Soloists, John Eliot Gardiner; Anne Sofie von Otter

 

Nr.
Titel
Dauer
Hörprobe
1
Missa Papae Marcelli - Kyrie
4:01
2
Missa Papae Marcelli - Gloria
6:18
3
Missa Papae Marcelli - Credo
8:51
4
Missa Papae Marcelli - Sanctus
3:04
5
Missa Papae Marcelli - Benedictus, Hosanna
3:10
6
Missa Papae Marcelli - Agnus Dei I-II
6:39
7
L'Orfeo - Prolog: Toccata
1:38
8
L'Orfeo - "Lasciate i monti" - "Ma tu, gentil cantor"
2:34
9
L'Orfeo - "Rosa del ciel" - "Io non dirò qual sia" - "Lasciate i monti" - "Vieni, Imeneo, deh, vieni"
4:27
10
L'Orfeo - "Scorto da te, mio nume Speranza" - "Ecco l'altra palude" - "Dove, ah, dove te'n vai"
6:29
11
L'Orfeo - "O tu ch'innanzi morte"
2:13
12
L'Orfeo - "Possente spirto"
8:23
13
Die Krönung der Poppea - "Disprezzata regina"
4:47
14
Die Krönung der Poppea - "Ottavia! Ottavia!"
7:06
15
Die Krönung der Poppea - "Pur ti miro" - "Pur ti godo"
4:11
Vivaldi

Aus dem Begleitbuch:

Der Stadtstaat Venedig hat zum Ende des 17. Jahrhunderts seine politisch besten Zeiten bereits hinter sich, doch der Tourismus und der Kulturbetrieb boomen, Opern und Konzerte ziehen scharenweise Besucher in die Stadt. Davon profitiert auch Antonio Vivaldi, der sich als Maestro eines der Ospedali, der Waisenhäuser mit musikalischer Ausbildung auf höchstem Niveau, und als Impresario des Teatro Sant’ Angelo einen Namen macht. Er komponiert moderne Konzerte und Opern, in denen er mit Konventionen bricht und selbstbewusst neue Maßstäbe setzt. Die Kompositionen dienen nicht allein zur Unterhaltung, sondern auch zum Geldverdienen: Kontakte zum Adel sichern das Überleben, Vivaldi muss durch zahlreiche Widmungen immer wieder auf sich aufmerksam machen und sich neue Aufträge sichern. Dabei hat er, wie andere Komponisten des Barocks, den Anspruch, ein Schöpfer mit Gefühl und Ratio, ein »musicus poeticus« zu sein. So fügt er seinen Vier Jahreszeiten Sonette bei, die dichterisch erklären, was zu hören ist. Doch allein die deutliche Tonsprache des Zyklus beschreibt bildliche und emotionale Landschaftseindrücke, wie es kein anderer Komponist zuvor geschafft hat, und macht Vivaldi zu einem bis heute beeindruckenden Musiker.

 

Interpreten:

The English Concert, Trevor Pinnock; Simon Standage, Elizabeth Wilcock, Jaap ter Linden

Australian Brandenburg Orchestra, Paul Dyer; Andreas Scholl

Venice Baroque Orchestra, Andrea Marcon

Orfeo 55, Nathalie Stutzmann

 

Nr.
Titel
Dauer
Hörprobe
1
Die Vier Jahreszeiten: "Der Frühling" - 1. Allegro
3:19
2
Die Vier Jahreszeiten: "Der Frühling" - 2. Largo
2:40
3
Die Vier Jahreszeiten: "Der Frühling" - 3. Allegro
3:37
4
Die Vier Jahreszeiten: "Der Sommer" - 1. Allegro non molto
4:45
5
Die Vier Jahreszeiten: "Der Sommer" - 2. Adagio
2:17
6
Die Vier Jahreszeiten: "Der Sommer" - 3. Presto
2:44
7
Die Vier Jahreszeiten: "Der Herbst" - 1. Allegro
4:52
8
Die Vier Jahreszeiten: "Der Herbst" - 2. Adagio molto
2:30
9
Die Vier Jahreszeiten: "Der Herbst" - 3. Allegro
3:01
10
Die Vier Jahreszeiten: "Der Winter" - 1. Allegro non molto
3:14
11
Die Vier Jahreszeiten: "Der Winter" - 2. Largo
1:52
12
Die Vier Jahreszeiten: "Der Winter" - 3. Allegro
2:45
13
Nisi Dominus (Psalm 126) - Nisi Dominus
2:46
14
L'Estro Armonico: Concerto grosso h-Moll - 1. Allegro
3:43
15
L'Estro Armonico: Concerto grosso h-Moll - 2. Largo - Larghetto
2:13
16
L'Estro Armonico: Concerto grosso h-Moll - 3. Allegro
3:14
17
La verità in cimento - "Cara sorte di chi nata"
4:25
18
L'Estro Armonico: Concerto grosso d-Moll - 1. Allegro - Adagio e spiccato - Allegro
3:42
19
L'Estro Armonico: Concerto grosso d-Moll - 2. Largo e spiccato
2:22
20
L'Estro Armonico: Concerto grosso d-Moll - 3. Allegro
2:17
21
Tito Manlio - "Non m'afflige il tormento di morte"
4:06
22
L'Estro Armonico: Concerto grosso E-Dur - 1. Allegro
3:26
23
L'Estro Armonico: Concerto grosso E-Dur - 2. Largo
3:24
24
L'Estro Armonico: Concerto grosso E-Dur - 3. Allegro
2:44
25
L'Atenaide - "Cor mio, che prigion sei"
4:06
Händel

Aus dem Begleitbuch:

Schon als junger Mann ist Georg Friedrich Händel begeistert von der italienischen Oper. Seine Stelle als Hofkapellmeister des Kurfürsten von Hannover gibt er 1712 zugunsten Londons auf, wo er Teilnehmer und Befeuerer einer wieder auflebenden Opern-Euphorie wird. Einzig die Tatsache, dass er an der italienischsprachigen Opera seria festhält, statt den Engländern Werke in ihrer Landessprache zu komponieren, wird nicht gern gesehen. Doch der Erfolg gibt Händel recht, und auch das Verhältnis zum englischen Königshaus ist stabil. Sein früherer Dienstherr aus Hannover besteigt 1714 als George I. den Thron und fördert Händels Arbeit. Nach seinem Tod gerät der Komponist zwischen die Fronten, als Georges Sohn Frederick ein zweites, konkurrierendes Opernhaus gründet. Durch ständiges Abwerben der besten Musiker ruinieren sich die Häuser in den Folgejahren gegenseitig. Als die Opern und vor allem Händels italienische Werke immer weniger Zulauf erhalten, setzt er auf englischsprachige Oratorien und feiert 1742 mit dem Messiah seinen größten Erfolg. Den Höhepunkt seiner Auftragswerke für das Königshaus bildet 1748 die Feuerwerksmusik anlässlich der Feier zum Aachener Friedensschluss. Neben Vivaldis Vier Jahreszeiten bildet sie den Inbegriff barocker Instrumentalmusik.

 

Interpreten:

The English Concert, Trevor Pinnock

The English Baroque Soloists, John Eliot Gardiner

Gabrieli Players, Paul McCreesh; Rolando Villazón

Venice Baroque Orchestra, Andrea Marcon; Magdalena Kožená

Scottish Chamber Orchestra, Sir Charles Mackerras

Les Musiciens du Louvre, Marc Minkowski

 

Nr.
Titel
Dauer
Hörprobe
1
Feuerwerksmusik - Ouverture
7:19
2
Feuerwerksmusik - Bourrée
1:36
3
Feuerwerksmusik - La Paix
4:08
4
Feuerwerksmusik - La Réjouissance
2:07
5
Feuerwerksmusik - Menuet I
1:29
6
Feuerwerksmusik - Menuet II
1:37
7
Wassermusik: Suite Nr. 2 D-Dur - Allegro
1:59
8
Wassermusik: Suite Nr. 2 D-Dur - Alla Hornpipe
3:59
9
Wassermusik: Suite Nr. 2 D-Dur - Minuet
0:52
10
Wassermusik: Suite Nr. 2 D-Dur - Lentement
1:33
11
Wassermusik: Suite Nr. 2 D-Dur - Bourrée
1:10
12
Hercules - Marsch
1:39
13
Hercules - "Thanks to the powers above"
2:04
14
Hercules - "My father! Ah! methinks I see"
6:10
15
Hercules - "Now farewell, arms!" - "The god of battle quits the bloody field"
3:42
16
Hercules - "Crown with festal pomp the day"
2:40
17
Tamerlano - "Ciel e terra armi di sdegno"
3:22
18
Orlando - "Ah Stigie larve! ... Vaghe pupille, non piangete, no"
7:45
19
Acis and Galatea - "O ruddier than the cherry!"
3:01
20
Ariodante - Ouvertüre I
3:25
21
Ariodante - Ouvertüre II
1:40
22
Ariodante - "Tu preparati a morire"
3:48
23
Ariodante - "Ginevra?"
0:24
24
Ariodante - "Tu vivi, e punito"
3:14
25
Giulio Cesare in Egitto - Ouvertüre
3:01
26
Giulio Cesare in Egitto - "L'aure che spira tiranno e fiero"
4:23
Bach

Aus dem Begleitbuch:

Viele Fragen bleiben offen, wenn es um Johann Sebastian Bachs Kunst der Fuge geht, dennoch gilt das Stück aus 14 Fugen und vier Kanons heute als Krone seines umfassenden Schaffens. Form und Anlage des Werks sind untypisch für Bachs Zeit, in der sich zunehmend spielerische Melodien, Emotionen und der Wunsch nach Unterhaltung durchsetzten statt komplexer musikalischer Regelwerke. Die Berührungspunkte zwischen den Anfang des 18. Jahrhunderts in Deutschland existierenden Musiksphären waren gering: auf der einen Seite eine mondäne, höfische, die sich die Hofhaltung von Louis XIV. in Versailles zum Vorbild nahm, auf der anderen Seite eine konservative, kirchliche, die der reformatorischen Tradition verhaftet war. Bach bewegte sich im Laufe seines Lebens in beiden Welten, entwickelte aus diesen Einflüssen jedoch immer mehr die eigene, unabhängige musikalische Vision und konzentrierte sich in seinem Spätwerk auf eine neuartige Familie von Werken, deren gemeinsamer Nenner die Verarbeitung eines einzigen Grundthemas ist. Wegen dieser für seine Zeit »unmodernen« Kompositionen geriet sein Werk bald nach seinem Tod in Vergessenheit und gelangte erst mit der Wiederentdeckung durch Felix Mendelssohn im 19. Jahrhundert nach und nach zu seinem heutigen Ruhm.

 

Interpreten:

Musica Antiqua Köln, Reinhard Goebel

 

                       DIE KUNST DER FUGE                                                                                                                                                                                               

Nr.
Titel
Dauer
Hörprobe
1
Contrapunctus 1
2:57
2
Contrapunctus 2
2:58
3
Contrapunctus 3
2:55
4
Contrapunctus 4
3:10
5
Canon alla Ottava
3:54
6
Contrapunctus 5
3:26
7
Contrapunctus 6 a 4 in Stylo Francese
3:34
8
Contrapunctus 7 a 4 per Augmentationem et Diminutionem
2:50
9
Canon alla Decima in Contrapunto alla Terza
4:18
10
Contrapunctus 9 a 4 alla Duodecima
2:22
11
Contrapunctus 10 a 4 alla Decima
4:13
12
Contrapunctus 8 a 3
4:56
13
Contrapunctus 11 a 4
4:14
14
Canon alla Duodecima in Contrapunto alla Quinta
3:54
15
Contrapunctus 12 a 4: a. Rectus
2:19
16
Contrapunctus 12 a 4: b. Inversus
2:20
17
Contrapunctus 13 a 3: a. Rectus
2:13
18
Contrapunctus 13 a 3: b. Inversus
2:15
19
Fuga a 2 Clav.
2:12
20
Alio modo. Fuga a 2 Clav.
2:15
21
Canon per Augmentationem in Contrario Motu
4:18
22
Fuga a 3 Soggetti (Contrapunctus 14)
7:31
Haydn

Aus dem Begleitbuch:

Joseph Haydn wird 1732 in einfache Verhältnisse geboren, genießt jedoch früh eine musikalische Ausbildung und erhält mit 25 Jahren seine erste feste Anstellung als Musikdirektor. Zu dieser Zeit aber kann man sich eigentlich nur in höheren Adelskreisen einen Namen machen, und so ergreift Haydn 1760 die Chance als Kapellmeister im Fürstenhaus Esterházy. Unter dem musikbegeisterten Nikolaus I. entsteht ein neues Opernhaus in der Sommerresidenz; Haydn komponiert zahlreiche Opern, Messen und Symphonien für den Fürsten. Als nach dessen Tod das musikalische Leben am Hof zum Erliegen kommt, reist Haydn nach England und erlebt dort eine künstlerische und gesellschaftliche Aufbruchstimmung, die einen starken Kontrast zu seinem bisher streng reglementierten Leben als Hofkapellmeister darstellt. Mit zwölf dort uraufgeführten Symphonien wird er in London zum Star. Sein Ruhm verschafft ihm in Österreich schließlich den Auftrag für ein Nationallied, das mit den Worten Gott erhalte Franz den Kaiser an dessen 29. Geburtstag 1797 uraufgeführt wird und heute als Melodie der deutschen Nationalhymne weltbekannt ist. Mit seinem Schritt aus dem Dienst des Adels in die Freiberuflichkeit kann Haydn als Pionier eines neuen Künstlertyps gelten.

 

Interpreten:

Amadeus-Quartett

Wiener Philharmoniker, Leonard Bernstein

 

Nr.
Titel
Dauer
Hörprobe
1
"Kaiserquartett" - 1. Allegro
7:14
2
"Kaiserquartett" - 2. Poco adagio, canatbile
7:50
3
"Kaiserquartett" - 3. Menuetto. Allegro
4:35
4
"Kaiserquartett" - 4. Finale. Presto
5:38
5
Symphonie Nr. 94 "Mit dem Paukenschlag" - 1. Adagio - Vivace assai
9:06
6
Symphonie Nr. 94 "Mit dem Paukenschlag" - 2. Andante
6:33
7
Symphonie Nr. 94 "Mit dem Paukenschlag" - 3. Menuet. Allegro molto
5:28
8
Symphonie Nr. 94 "Mit dem Paukenschlag" - 4. Finale. Allegro di molto
3:47
Mozart

Aus dem Begleitbuch:

Wolfgang Amadeus Mozarts Zauberflöte ist die wohl beliebteste Oper überhaupt, die Arien sind bis heute Schlager zum Mitsingen. Doch es bleibt der – wenn auch nicht abschließend zu beweisende – Verdacht, dass es jenseits des Märchenschabernacks auch um damals aktuelle zeitgeschichtliche Themen geht. 1790, ein Jahr vor der Uraufführung der Zauberflöte, war Kaiser Joseph II. gestorben und hatte ein politisch-gesellschaftliches Machtvakuum hinterlassen, in dem sich die katholische Kirche wieder stärker positionieren wollte. Die Oper bietet viel Interpretationsspielraum, was Andeutungen zur aktuellen politischen Lage betrifft, konkret wird Mozart jedoch nicht. Weniger vage geht es in der Hochzeit des Figaro zu, uraufgeführt im Jahr 1786. Als Vorlage diente die satirische Komödie La Folle Journée ou le Mariage de Figaro, die das sogenannte Jus primae Noctis thematisierte und in Wien wegen ihrer »freimütigen Kritik an den Adelsprivilegien Ludwigs XV.« verboten war. Nachdem Mozart dem Kaiser versicherte, alles Anrüchige aus dem Text zu entfernen, durfte er die Oper komponieren. Trotz mancher Verschleierungen politischer Aussagen geht man heute davon aus, dass der Freimaurer Mozart die Geschehnisse seiner Zeit genau beobachtet und in seinen Opern verarbeitet hat.

 

Interpreten:

The English Baroque Soloists, John Eliot Gardiner

Berliner Philharmoniker, Karl Böhm; Dietrich Fischer-Dieskau, Franz Crass, Roberta Peters

 

Nr.
Titel
Dauer
Hörprobe
1
Die Hochzeit des Figaro - Ouvertüre
4:10
2
Die Hochzeit des Figaro - "Non so più cosa son, cosa faccio"
2:31
3
Die Hochzeit des Figaro - "Non più andrai, farfallone amoroso"
3:57
4
Die Hochzeit des Figaro - "Porgi amor, qualche ristoro"
3:02
5
Die Hochzeit des Figaro - "Voi che sapete, che cosa è amor"
2:36
6
Die Hochzeit des Figaro - "Vedrò mentr'io sospiro"
3:16
7
Die Hochzeit des Figaro - "Dove sono i bei momenti"
4:36
8
Die Hochzeit des Figaro - "Sull'aria ..." - "Che soave zeffiretto"
2:32
9
Die Hochzeit des Figaro - "L'ho perduta... me meschina!"
1:37
10
Die Hochzeit des Figaro - "Gente, gente, all'armi, all'armi!"
5:55
11
Die Zauberflöte - Ouvertüre
7:14
12
Die Zauberflöte - "Zu Hilfe! Zu Hilfe! Sonst bin ich verloren"
6:44
13
Die Zauberflöte - "Der Vogelfänger bin ich ja"
2:36
14
Die Zauberflöte - "Dies Bildnis ist bezaubernd schön"
4:36
15
Die Zauberflöte - "Bei Männern, welche Liebe fühlen"
3:19
16
Die Zauberflöte - "O Isis und Osiris"
2:56
17
Die Zauberflöte - "Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen"
2:56
18
Die Zauberflöte - "Seid uns zum zweitenmal willkommen"
1:48
19
Die Zauberflöte - "Ein Mädchen oder Weibchen wünscht Papageno sich"
3:54
20
Die Zauberflöte - "Pa-Pa-Papagena!" / "Pa-Pa-Papageno!"
2:41
21
Die Zauberflöte - "Die Strahlen der Sonne vertreiben die Nacht"
3:07
Beethoven

Aus dem Begleitbuch:

Als Ludwig van Beethoven 1802 mit der Komposition seiner Dritten Symphonie beginnt, ist er ein großer Verehrer Napoleon Bonapartes. Er sympathisiert mit den Errungenschaften der Französischen Revolution und bewundert in Napoleon den Aufsteiger aus einfachsten Verhältnissen. Doch als dieser sich 1804 selbst zum Kaiser ernennt, ist Beethoven tief enttäuscht und verwirft die geplante Widmung an den Feldherrn; die Symphonie erhält stattdessen den Titel Eroica. Gewidmet wird sie dem Geldgeber Fürst Lobkowitz, einem der wichtigsten Mäzene aus Beethovens Netzwerk, das es ihm ermöglicht, unabhängig von offiziellen Ämtern bei Hof zu arbeiten. Besonders eng ist auch das Verhältnis zu Fürst Lichnowsky, dem Beethoven 1799 die Grande Sonate Pathétique widmet. Abgesichert durch die finanzielle Unterstützung seiner adligen Bewunderer, nimmt Beethoven maßgeblichen Einfluss auf die musikalischen Entwicklungen seiner Zeit und wird zum Wegbereiter einer neuen Epoche.

 

Interpreten:

Daniel Barenboim

Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan

 

Nr.
Titel
Dauer
Hörprobe
1
Klaviersonate Nr. 8 "Pathétique" - 1. Grave - Allegro di molto e con brio
9:28
2
Klaviersonate Nr. 8 "Pathétique" - 2. Adagio cantabile
5:18
3
Klaviersonate Nr. 8 "Pathétique" - 3. Rondo. Allegro
4:45
4
Symphonie Nr. 3 "Eroica" - 1. Allegro con brio
14:44
5
Symphonie Nr. 3 "Eroica" - 2. Marcia funebre. Adagio assai
17:05
6
Symphonie Nr. 3 "Eroica" - 3. Scherzo. Allegro vivace
5:44
7
Symphonie Nr. 3 "Eroica" - 4. Finale. Allegro molto
12:20
Chopin

Aus dem Begleitbuch:

Als der 20-jährige Frédéric Chopin im November 1830 nach Wien reist, ahnt er nicht, dass er seine polnische Heimat niemals wiedersehen wird. Wenige Tage nach seinem Abschied aus Warschau bricht dort der Novemberaufstand gegen den Zaren Nikolaus I. aus. Chopin reist weiter nach Paris und erfährt unterwegs vom Scheitern des Aufstandes; die Trauer und Verzweiflung darüber verarbeitet er in seiner Revolutionsetüde. Fortan ist der junge Komponist heimatlos und sehnt sich zeitlebens nach Polen. In Paris greift er musikalische Traditionen seiner Heimat auf, komponiert Mazurken und Polonaisen und feiert als sensibler Pianist in den Salons der Elite große Erfolge. Obwohl das Heimweh Chopins Leben prägt, ist seine Musik von einem großen Streben nach Freiheit durchzogen und geht oft über die Grenzen ihrer Zeit hinaus.

 

Interpreten:

Martha Argerich, Lazar Berman, Hélène Grimaud, Vladimir Horowitz, Andrei Gavrilov, Jan Lisiecki, Alice Sara Ott, Yundi Li, Lang Lang

 

Nr.
Titel
Dauer
Hörprobe
1
Klaviersonate Nr. 2 b-Moll, op. 35 - 1. Grave - Doppio movimento
6:42
2
Klaviersonate Nr. 2 b-Moll, op. 35 - 2. Scherzo - Più lento - Tempo I
6:04
3
Klaviersonate Nr. 2 b-Moll, op. 35 - 3. Marche funèbre. Lento
8:34
4
Klaviersonate Nr. 2 b-Moll, op. 35 - 4. Finale. Presto
1:26
5
Polonaise Nr. 3 A-Dur, op. 40 Nr. 1 "Militär"
5:14
6
Berceuse Des-Dur, op. 57
4:50
7
Polonaise As-Dur, op. 53 "Heroische"
7:18
8
Ballade Nr. 1 g-Moll, op. 23
9:06
9
Etüde Nr. 12 c-Moll, op. 10 "Revolutionsetüde"
2:46
10
Walzer Nr. 6 Des-Dur, op. 64/1 "Minutenwalzer"
1:54
11
"Grande valse brillante", Es-Dur, op. 18
5:40
12
"Fantaisie-Impromptu" cis-Moll, op. 66
4:58
13
Scherzo Nr. 1 h-Moll, op. 20
8:23
14
Klaviersonate Nr. 3 h-Moll, op. 58 - 4. Finale. Presto non tanto
5:28
Schumann / Mendelssohn

Aus dem Begleitbuch:

Die Geschwister Felix und Fanny Mendelssohn erhalten als Kind gleichermaßen guten Musikunterricht, als Komponist gefördert wird später jedoch nur der jüngere Felix. Er ist sich mit den Eltern einig, dass die Musik für die – nicht weniger begabte – Schwester nur ein schöner Zeitvertreib sein kann und sie ihrem Bruder bei seiner Karriere beratend zur Seite stehen soll, statt selbst zu veröffentlichen. Eine ähnliche Rollenverteilung herrscht auch beim Ehepaar Schumann: Während Robert sein romantisches Genie pflegen darf, soll Clara vor allem die Rolle der unterstützenden Gattin ausfüllen. Die Karrieren der Männer gehen gut voran, und Schumann und Mendelssohn arbeiten lange Hand in Hand. Schumann bespricht Mendelssohns Werke in seiner Neuen Zeitschrift für Musik, Mendelssohn führt die von Schumann wiedergefundene Große Sinfonie in C-Dur von Franz Schubert auf. Beide prägen die Musik der Romantik als Komponisten, Schumann darüber hinaus als einflussreicher Kritiker.

 

Interpreten:

Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Antonio Pappano

Wiener Philharmoniker, Claudio Abbado

 

Nr.
Titel
Dauer
Hörprobe
1
Klavierkonzert a-Moll, op. 54 - 1. Allegro affettuoso
14:18
2
Klavierkonzert a-Moll, op. 54 - 2. Intermezzo. Andantino grazioso
5:23
3
Klavierkonzert a-Moll, op. 54 - 3. Allegro vivace
10:05
4
Violinkonzert e-Moll, op. 64 - 1. Allegro molto appassionato
11:29
5
Violinkonzert e-Moll, op. 64 - 2. Andante
7:49
6
Violinkonzert e-Moll, op. 64 - 3. Allegro non troppo - Allegro molto vivace
6:27
Verdi

Aus dem Begleitbuch:

In der tiefsten Schaffenskrise seines Lebens wird Giuseppe Verdi im November 1840 das Libretto zu Nabucco mehr oder weniger aufgedrängt – und inspiriert ihn zu einem seiner größten Erfolge. Die Oper und vor allem der daraus stammende Gefangenenchor legen den Grundstein für Verdis Ruf als Komponist des italienischen Einigungs- und Freiheitskampfes, des Risorgimento. In den folgenden Jahren komponiert er unter Hochdruck; unter dem Eindruck der März-Aufstände des Jahres 1848 schreibt er die Oper Battaglia di Legnano über den Kampf der Mailänder gegen Kaiser Barbarossa im Jahr 1176. Wenige Tage nach der Uraufführung im Frühjahr 1849 wird die vom Kirchenstaat befreite Römische Republik ausgerufen, Verdi wird frenetisch gefeiert. Als die Revolutionäre 1859 in den finalen Unabhängigkeitskrieg ziehen, lautet ihre Parole »Viva V.e.r.d.i.«, was sowohl den Komponisten als auch den piemontesischen König Vittorio Emanuele meint. Als politischer Komponist geht Verdi in die Geschichte ein, und bis heute gilt der Gefangenenchor aus Nabucco vielen Italienern als heimliche Nationalhymne.

 

Interpreten:

Orchestra del Teatro alla Scala di Milano, Claudio Abbado; Plácido Domingo

The National Philharmonic Orchestra, Richard Bonynge; Luciano Pavarotti, Marilyn Horne

Wiener Philharmoniker, Carlo Rizzi; Anna Netrebko, Rolando Villazón

Prague Philharmonic Orchestra, Marco Amiliato; Jonas Kaufmann

Orchestra del Teatro Regio di Torino, Gianandrea Noseda

Mahler Chamber Orchestra, Marc Minkowski

Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden, Sir Georg Solti; Carlo Bergonzi, Dietrich Fischer-Dieskau, Tugomir Franc

Los Angeles Philharmonic, Carlo Maria Giulini

Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino, Alberto Erede

L'Orchestre de la Suisse Romande, Marco Amiliato

Orchester der Deutschen Oper Berlin, Giuseppe Sinopoli

SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, Marco Amiliato

 

Nr.
Titel
Dauer
Hörprobe
1
Aida - "Gloria all’Egitto, ad Iside"
3:27
2
Aida - Triumphmarsch
1:35
3
Aida - "Se quel guerrier io fossi!..Celeste Aida"
4:35
4
Der Troubadour - "Soli or siamo...Condotta ell'era in ceppi"
6:16
5
La traviata - "Follie! Delirio vano è questo!" - "Sempre libera"
4:54
6
Rigoletto - "Ella mi fu rapita...Parmi veder le lagrime"
5:27
7
Ein Maskenball - "La rivedrà nell'estasi...Il cenno mio"
3:25
8
Don Carlos - "Au palais des fées"
4:23
9
Don Carlo - "Dio, che nell'alma infodere"
4:36
10
Falstaff - "L'Onore! Ladri!"
4:02
11
Ein Maskenball - "Di’ tu se fedele il flutto m’aspetta?"
3:23
12
Messa da Requiem - "Ingemisco tamquam reus"
3:54
13
Simon Boccanegra - "Oh inferno...Sento avvampar"
5:02
14
La traviata - "Di Provenza il mar, il suol"
4:23
15
Nabucco - "Va pensiero, sull’ali dorate"
4:58
16
Rigoletto - "Bella figlia dell’amore"
5:29
17
I Vespri Siciliani - "Mercé, dilette amiche"
4:02
Wagner


 Aus dem Begleitbuch:

Mit der Uraufführung von Tristan und Isolde im Jahr 1865 revolutioniert Richard Wagner die gesamte Opernproduktion des 19. Jahrhunderts. Er sprengt das bisherige Nummernopernprinzip und setzt allein mit dem harmonisch umstrittenen »Tristan-Akkord« neue Maßstäbe außerhalb des Dur-Moll-Systems. Seine Vorstellung von der Oper als Gesamtkunstwerk beinhaltet die Gleichstellung aller Elemente: Text, Musik, Tanz, Dekoration und Licht. Wagner arbeitet manisch an der Rundumerneuerung der Kunst, und auch privat ist er ein Mann der Extreme. 1849 nimmt er neben dem russischen Revolutionär Michail Bakunin am Dresdner Maiaufstand teil, flieht anschließend – steckbrieflich gesucht – in die Schweiz und ist sein Leben lang in Geldnot. Nur durch die Unterstützung reicher Gönner kann er seine Existenz bestreiten und alle Energie in seine musikalische Vision stecken. Erst 1874 kehrt mit dem Einzug in die Villa Wahnfried etwas mehr Ruhe in sein Leben ein. Mit der Eröffnung der ersten Bayreuther Festspiele und des neuen Festspielhauses 1876 verwirklicht Wagner schließlich seine Vision von der neuen Oper und legt den Grundstein für eine bis heute andauernde Tradition musikalischer Großereignisse.

 

Interpreten:

Staatskapelle Dresden, Carlos Kleiber

 

                  TRISTAN UND ISOLDE                                                                                                              

Nr.
Titel
Dauer
Hörprobe
1
Vorspiel
10:27
2
"Herr Tristan trete nah" - "Nun lass uns Sühne trinken"
12:31
3
"O sink hernieder, Nacht der Liebe" - "...bald entweicht die Nacht"
8:32
4
Vorspiel zum 3. Akt
4:44
5
"O Wonne! Nein!" - "Isolde" - "Ha"
12:07
6
"Tod und Hölle" - "...ertrinken, versinken - unbewusst - höchste Lust"
14:55
Tschaikowsky / Grieg / Smetana / Sibelius

Aus dem Begleitbuch:

Infiziert von den Idealen der Französischen Revolution, wuchsen ab Mitte des 19. Jahrhunderts die nationalen Bewegungen in Europa mit ihrem Wunsch nach Unabhängigkeit. Besonders die nordischen und slawischen Länder litten unter der Fremdherrschaft durch das Russische Reich bzw. durch Österreich-Ungarn und waren empfänglich für ein neues musikalisches Selbstverständnis, geprägt von Liebe zum Land und zur Natur. Die Komponisten Grieg, Smetana und Sibelius verbanden volkstümliche Elemente mit einer modernen Musiksprache und erzeugten so eine nationale Aufbruchsstimmung, ohne die Zuhörer zu verunsichern. Bed?ich Smetana wählte mit dem Titel Má vlast (Mein Vaterland) für seinen sechsteiligen Zyklus einen Begriff, der seit den Prager Pfingstunruhen von 1848 als Sinnbild für die tschechische Nationalbewegung diente. Als Gegenbeispiel zu einem naturverbundenen und romantischen Nationalgefühl kann Peter Tschaikowskys Ouvertüre 1812 gesehen werden: eine Auftragskomposition für den Zarenhof, um den Sieg Russlands über Napoleon und die Überlegenheit gegenüber Westeuropa zu demonstrieren, laut Tschaikowsky selbst jedoch »ohne Liebe geschrieben«. Trotz mancher Unterschiede gelten alle vier Komponisten bis heute als wichtige nationale Identifikationsfiguren.

 

Interpreten:

RIAS Symphony Orchestra Berlin, Ferenc Fricsay

Göteborger Symphoniker, Neeme Järvi

Boston Symphony Orchestra, Rafael Kubelik

 

Nr.
Titel
Dauer
Hörprobe
1
Ouverture solennelle "1812", op.49
15:03
2
Schauspielmusik zu "Peer Gynt" - Nr. 13 Morgenstimmung
4:16
3
Schauspielmusik zu "Peer Gynt" - Nr. 12a Åses Tod
3:52
4
Schauspielmusik zu "Peer Gynt" - Nr. 16 Anitras Tanz
3:38
5
Schauspielmusik zu "Peer Gynt" - Nr. 8 In der Halle des Bergkönigs
2:51
6
Schauspielmusik zu "Peer Gynt" - Nr. 4 Ingrids Klage
3:48
7
Schauspielmusik zu "Peer Gynt" - Nr. 15 Arabischer Tanz
4:51
8
Schauspielmusik zu "Peer Gynt" - Nr. 21 Peer Gynts Heimkehr - Stürmischer Abend auf dem Meer
2:28
9
Schauspielmusik zu "Peer Gynt" - Solveigs Lied
4:56
10
Mein Vaterland - 2. Die Moldau
11:58
11
Finlandia, op. 26
9:03
Mahler / Berg

Aus dem Begleitbuch:

Als der 15-jährige Gustav Mahler 1875 nach Wien kommt, sind 62 Prozent der Einwohner Immigranten, die Stadt ist in ständiger Bewegung. Während seines Studiums am Konservatorium begegnet der junge Mahler dem Glanz und dem Elend Wiens an allen Ecken. Nach Jahren der Wanderschaft kehrt er 1897 als etablierter Dirigent und Komponist in die Stadt zurück und tritt die Stelle als erster Kapellmeister und Direktor des Wiener Opernhauses an. Im Spannungsfeld von Psychoanalyse, Sprachphilosophie und Zwölftonmusik modernisiert Mahler die Oper und setzt neue Meilensteine im Bereich der Symphonie. Nach seinem Tod 1911 hinterlässt er in Wien viele Bewunderer, darunter Alban Berg. Der Komponist der Wiener Schule ist eng mit Mahler und dessen Umfeld verbunden und betrauert 1935 den frühen Tod von Manon Gropius, der Tochter von Walter Gropius und Mahlers vormaliger Ehefrau Alma Mahler-Werfel. Manon zu Ehren schreibt Berg das Violinkonzert Dem Andenken eines Engels; noch im selben Jahr stirbt er selbst. Gustav Mahler und Alban Berg prägen als Komponisten die moderne Musik bis weit ins 20. Jahrhundert hinein.

 

Interpreten:

Berliner Philharmoniker, Claudio Abbado

Chicago Symphony Orchestra, James Levine; Anne-Sophie Mutter

 

Nr.
Titel
Dauer
Hörprobe
1
Symphonie Nr. 1 D-Dur "Titan" - 1. Langsam. Schleppend. Wie ein Naturlaut. Im Anfang sehr gemächlich
16:13
2
Symphonie Nr. 1 D-Dur "Titan" - 2. Kräftig bewegt, doch nicht zu schnell
7:23
3
Symphonie Nr. 1 D-Dur "Titan" - 3. Feierlich und gemessen, ohne zu schleppen
10:32
4
Symphonie Nr. 1 D-Dur "Titan" - 4. Stürmisch bewegt
20:35
5
Violinkonzert "Dem Andenken eines Engels" - 1. Andante - Allegro
11:31
6
Violinkonzert "Dem Andenken eines Engels" - 2. Allegro - Adagio
16:12
Strawinsky / Schostakowitsch

Aus dem Begleitbuch:

Die Uraufführung von Igor Strawinskys Le sacre du printemps im Mai 1913 gerät zum Skandal. Die abstrakte Choreografie der Ballets Russes und die perkussiven Klänge des Orchesters überfordern das Pariser Publikum. Doch nicht nur die Musik, ganz Europa befindet sich im Umbruch: Der Erste Weltkrieg deutet sich an, die Industrialisierung schreitet mit großen Schritten voran, in der Kunst und der Musik werden gängige Muster aufgelöst. Strawinsky setzt mit dem Sacre einen Meilenstein in der Entwicklung des Rhythmus hin zu einem eigenständigen musikalischen Parameter. Dmitri Schostakowitschs musikalische Entwicklung dagegen wird gut 20 Jahre später massiv eingeschränkt. Seine Oper Lady Macbeth von Mzensk wird 1936 von Stalin als formalistisch und »absichtlich verdreht« verurteilt, und Schostakowitsch wird genötigt, systemkonform zu komponieren. In ständiger Angst vor Verhaftung und Hinrichtung schreibt er bis zu Stalins Tod 1953 nur noch unter strenger Selbstzensur und leistet sich bloß versteckte musikalische Doppelbödigkeiten. Schostakowitschs große Leistung bleibt es, seinen Werken trotz aller Einschränkungen eine eigene musikalische Handschrift zu geben.

 

Interpreten:

The Cleveland Orchestra, Pierre Boulez

Royal Philharmonic Orchestra, Vladimir Ashkenazy

 

Nr.
Titel
Dauer
Hörprobe
1
Le Sacre du Printemps - Erster Teil: Die Anbetung der Erde
15:55
2
Le Sacre du Printemps - Zweiter Teil: Das Opfer
17:27
3
Symphonie Nr. 5 d-Moll, op. 47 - 1. Moderato
16:31
4
Symphonie Nr. 5 d-Moll, op. 47 - 2. Allegretto
5:16
5
Symphonie Nr. 5 d-Moll, op. 47 - 3. Largo
14:42
6
Symphonie Nr. 5 d-Moll, op. 47 - 4. Allegro non troppo
10:56
Bernstein

Aus dem Begleitbuch:

Mit der Verwendung eines »typisch amerikanischen Themas« und einer »unverstellten amerikanischen Sprache« will der Komponist und Dirigent Leonard Bernstein Mitte der fünfziger Jahre das Musiktheater in den USA erneuern. Mit der West Side Story greift er die Bandenkriege zwischen puerto-ricanischen Zuwanderern und amerikanischen Jugendlichen in New York auf und thematisiert damit eines der drückendsten Probleme der Stadt zu dieser Zeit. Die Uraufführung 1957 wird ein Erfolg, auch dank der musikalischen Aktualität. Nicht nur der Jazz hat einen starken Einfluss auf das Musical; durch die Beschäftigung mit der puerto-ricanischen Kultur fließt außerdem eine der heißesten Musikmoden des Jahrzehnts in das Werk mit ein: der Mambo. Lateinamerikanische Rhythmen und die Instrumentierung prägen die West Side Story. Die Verbindung von lebensfroher Musik mit einem grundsätzlich politischen Thema macht Bernsteins Musical zum Pionierstück des Genres und zu einem weltweiten Erfolg. In Europa vermittelt es im ewigen Streit zwischen E- und U-Musik und wird bis heute sowohl in Stadttheatern als auch in Opernhäusern aufgeführt.

 

Interpreten:

Leonard Bernstein; José Carreras, Kiri Te Kanawa, Tatiana Troyanos, Kurt Ollmann, Marilyn Horne

 

                   WEST SIDE STORY                                                                                                                                                  

Nr.
Titel
Dauer
Hörprobe
1
Prolog
4:05
2
Jet Song
3:13
3
Something's Coming
2:35
4
The Dance At The Gym - Blues
1:46
5
The Dance At The Gym - Promenade
0:27
6
The Dance At The Gym - Mambo
2:23
7
The Dance At The Gym - Cha-Cha
0:53
8
The Dance At The Gym - Meeting Scene
1:27
9
The Dance At The Gym - Jump
0:50
10
Maria
2:58
11
Tonight - Balcony Scene
7:29
12
America
4:48
13
Cool
4:40
14
One Hand, One Heart
5:40
15
Tonight
3:43
16
The Rumble
3:03
17
I Feel Pretty
3:25
18
Ballet Sequence - Beginning
1:05
19
Ballet Sequence - Transition To Scherzo
0:29
20
Ballet Sequence - Scherzo
1:31
21
Ballet Sequence - Somewhere
2:37
22
Ballet Sequence - Procession And Nightmare
3:13
23
Gee, Officer Krupke
4:20
24
A Boy Like That
2:06
25
I Have A Love
3:30
26
Taunting Scene
1:25
27
Finale
2:36
Download-Gutschein

Ein individueller Download-Gutschein ermöglicht es Ihnen, die gesamte Musik als MP3 zusätzlich herunterzuladen, zur Nutzung unterwegs oder zuhause.

Das Begleitbuch

Das Begleitbuch

Wie reagierte Mozart mit seiner Zauberflöte auf die Französische Revolution? Was brachte Beethoven dazu, seine Eroica-Symphonie Napoleon erst zu widmen und sie dann wieder zu entziehen? Und wieso musste die Uraufführung von Strawinskys Le Sacre du Printemps zum Skandal werden?

Das ZEIT-Begleitbuch bietet auf über 200 Seiten kenntnisreich und umfassend einen neuen Blick auf die Musikgeschichte: 15 eigens verfasste Artikel stellen die Verbindung zwischen Komponisten und historischen Einflüssen dar. Zusätzlich finden Sie Zeittafeln, Lebensläufe, zahlreiche Abbildungen und ausgewählte Artikel  aus dem ZEIT-Archiv.

Details: 18,8 x 23,7 cm, 208 Seiten

 

Bewertungen(7)

Kundenbewertungen für »Klassik, die Geschichte schreibt«

4.715 Durchschnittliche Kundenbewertung:
(aus 7 Bewertungen)
Zu engeWahl: kein Franzose, Brahms, Bruckner, Schubert
Irene Zwicky
 - 12.05.2017
 
Die Auswahl ist zu eng, kein einziger Franzose (Berlioz, Ravel, Debussy). Bernstein gehört nicht in diese Liga
ZEIT Shop - Team
16.05.2017
Die Auswahl ist begründet mit der engen Verzahnung von Komponisten bzw. ihren Werken mit weltgeschichtlichen Ereignissen; es ist also bewusst keine Bestenliste der Klassik. Zudem kann bei 15 Titeln naturgemäß keine Vollständigkeit erzielt werden.
Sehr gutes Produkt, sehr schnelle Lieferung
Michael Kannieß
 - 09.01.2017
 
Wunderschöne Sammlung für's private Archiv
Susanne Röthenbacher
 - 29.12.2016
 
Wir sind begeistert von dieser Epochen übergreifenden Sammlung klassischer Symphonien. Das Begleitbuch ist aufwändig gestaltet mit Text und Bildern und jederzeit ein aufschlussreiches Nachschlagewerk und eine sehr gute Ergänzung zur CD-Sammlung. Eine ideale Anregung für Mußestunden!
Einen Eindruck zu gewinnen braucht hierbei länger!
Sabine Bethke-Bunte
 - 29.12.2016
 
Angebot kann ich weiter empfehlen
Dr. Klaus Hoffmann
 - 14.12.2016
 
Tolle Auswahl
Renate Siebert
 - 24.10.2016
 
Eine vielfältige Musikauswahl und interessante Informationen dazu, vieles wusste ich noch nicht. Sehr zu empfehlen!
Wunderbare Edition
Hummel Rolf
 - 17.10.2016
 
Hab sie gleich nochmal bestellt als Geschenk für Weihnachten.
LG****R.Hummel

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