ZEIT GESCHICHTE Napoleons Ende

Waterloo und der Wiener Kongress
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ZEIT GESCHICHTE Napoleons Ende

ZEIT GESCHICHTE Napoleons Ende

Unvorstellbar, was sich da vor 200 Jahren in Wien ereignete! Da kamen Herrscher und Diplomaten aus ganz Europa zusammen, um nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft über die Zukunft des Kontinents zu beraten. Aber sie blieben nicht, wie heute üblich, einen Tag oder eine Woche: Acht Monate lang residierten sie Inder Hauptstadt des Habsburgerreichs und vergaßen über den amusements mitunter das politische Geschäft.

Dabei richteten sich höchste Erwartungen an die Konferenz in der Donaumetropole. 23 blutige Jahre lagen hinter den Zeitgenossen. Napoleon, der erst nachdem Abschluss des Wiener Kongresses in Waterloo endgültig besiegt wurde, hatte das europäische Festland mit Krieg überzogen und war 1812 bis nach Moskau marschiert; zeitgleich bekämpften sich in Übersee Briten und Amerikaner. Nicht ohne Grund erblicken einige Historiker in den weltumspannenden Konflikten jener Jahre einen der ersten Weltkriege der Geschichte.

Die Sehnsucht nach Frieden war denn auch nichtminder groß als 1918 und 1945. Und auch die Kräfte, die 1815 und in den folgenden Jahrzehnten miteinanderrangen, waren dieselben wie nach dem Ersten oder nachdem Zweiten Weltkrieg, nur in anderer Gewichtung. Stolz erhoben vor 200 Jahren die alten Monarchien das Haupt und betrieben eine Politik der Restauration oder, freundlicher gesagt: eine Politik des europäischen Gleichgewichts. Doch die Hoffnung auf Partizipation und liberale Reformen, entfacht von der Revolution1789, war nicht erloschen. Und als Reaktion auf die napoleonischen Siege hatte sich der Nationalismus in ganz Europa verbreitet.

Das Denken in Einflusssphären, den Ruf nach Demokratie und die nationalen Triebkräfte: Sie gilt es bis heute in internationalen Krisen zum Ausgleich zu bringen. In Wien triumphierte die alte Obrigkeit. Friedenschufen die Monarchien, klug im Umgang miteinander, doch um den Preis, dass nicht nur nationalistische Aggressionen, sondern auch demokratische Bestrebungen unterdrückt wurden. Ein Vorbild kann der Wiener Kongress daher schon lange nicht mehr sein. In aller Schärfe aber spiegelt er, wie die Autorinnen und Autoren dieses Heftes zeigen, die Fragen und Konflikte wider, die bis heute jeden Friedensprozess begleiten.

Christian Staas
Chefredakteur

Themen im Heft:

  • Fundstück
  • Das Ende des Ruhms: Vom Russlandfeldzug bis zum Tod in der Verbannung: Napoleons letzte Jahre in Bildern
  • 1815: Die neue Weltordnung: Mit dem Wiener Kongress beginnt eine Zeit der Restauration – und des Fortschritts
  • Gewinner und Verlierer: Wie sich der Kontinent nach Napoleons Sturz verändert
  • Kein zweites Wien: Warum der Frieden von 1815 nicht zum Vorbild für den Versailler Vertrag wurde
  • Als Washington in Trümmer sank: Während Europa konferiert, liegen Amerikaner und Briten im Krieg
  • Bis zur letzten Kugel: Waterloo: Die Schlacht, die Napoleons Ende besiegelt, gerät zu einem beispiellosen Gemetzel
  • Das Recht bleibt:Auch nach 1815 ist der französische »Code civil« weltweit ein Vorbild
  • »Machen Sie aus Napoleon mal keinen Hitler« Wie modern war die Wiener Ordnung von 1815? Ein Streitgespräch zwischen dem Historiker Wolfram Siemann

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Ausgabe:
2/15
Erschienen am:
18.05.2015

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