ZEIT GESCHICHTE Die Brüder Grimm

ZEIT GESCHICHTE Die Brüder Grimm

200 Jahre Grimmsche Märchen – Ein deutscher Welterfolg und seine Autoren

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ZEIT GESCHICHTE Die Brüder Grimm

Es war einmal ein Brüderpaar, Jacob hieß der eine, Wilhelm der andere. Im Hessischen sammelten sie auf den Dörfern die Geschichten der einfachen Leute, urdeutsche Volkssagen, Fabeln, und schrieben sie getreulich auf. So erzählte man es lange Zeit. Aber das ist – ein Märchen.

Die Brüder Grimm, deren Kinder- und Hausmärchen vor 200 Jahren erstmals erschienen, zogen nicht über Land. Die Frauen und Männer, die ihnen ihre Märchen zutrugen, kamen in die Studierstube der Gelehrten, und oft waren es gebildete Bürger. Die Geschichten, die sie erzählten, stammten vielfach nicht aus deutschen Quellen, und die Grimms schrieben sie nicht getreulich auf, sondern gestalteten sie immer wieder um.

Ihre Kinder und Hausmärchen sind ein bedeutendes literarisches Werk, weniger ein volkskundliches. Es entstand in bewegter Zeit. 1812 marschierte Napoleon bis Moskau. 1806 war das Heilige Römische Reich Deutscher Nation untergegangen, Preußen lag am Boden. In der Französischen Revolution waren die Ideen der Aufklärung politische Realität geworden. Ein neues Zeitalter brach an, kriegerisch und nationalistisch, aber auch liberal und demokratisch.

Dieses Heft porträtiert die Grimms als Kinder jener Umbruchjahre. Es zeigt, wie sie Altes bargen und im Geist des Neuen, des Nationalgedankens, formten. Es stellt sie vor als Sprach- und Mythenforscher, als »Germanisten« im Wortsinn, aber auch als politische Köpfe. 1837 gehörten sie zu den »Göttinger Sieben«, die gegen die Aufhebung der hannoverschen Verfassung protestierten, 1848 saß Jacob im Paulskirchenparlament.

Ihre Schriften, selbst die Märchen, sind uns so nah wie fern. Fern, weil sie nur als Teil der deutschen Geschichte im 19. Jahrhundert wirklich verständlich werden, nah, weil sie von ihrer Faszination und ihrem Reichtum nichts verloren haben. Noch immer sind sie offen für neue Deutungen, neue Erkenntnis. So leben sie, ganz im Sinne ihrer Schöpfer, bis heute.

Ausgabe:
4/2012
Erschienen am :
20.11.2012

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