Arnulf Rainer: »Tiefseekreuz«

Auf 40 Exemplare imitierte Sonderedition, signiert und nummeriert, Exklusiv für DIE ZEIT, Kaltnadelradierung auf Zerkall-Bütten
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Rahmung:

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Arnulf Rainer: »Tiefseekreuz«

Das Kunstwerk

»Es ist wahrscheinlich, dass alle meine Platten einmal im Schwarz, das heißt in einer völligen Bekratzung enden ...« Die Kunst von Arnulf Rainer strebt auf einen Nullpunkt zu, auf ein schwarzes Loch, dass all seine künstlerischen Bestrebungen verschlingt. Seine Arbeit ist gleichsam ein Weg ins Nichts wie in die Vollkommenheit. Lange hat sich Rainer, der zu den bedeutendsten österreichischen Gegenwartskünstlern zählt, am eigenen Bildnis „abgearbeitet“, seine übermalten Selbstporträts kippen mal bewusst ins Groteske – „Face Farces“ nennt er sie auch –, mal zitieren sie die christliche Bildsprache von Jesus als Schmerzensmann. Daneben wurde das Kreuz zu seinem zentralen Motiv, diese geometrisch so schlichte und zugleich symbolisch so aufgeladene Form. Die Kaltnadelradierung »Tiefseekreuz« entstand auf Basis einer kreuzförmigen Platte, die der Künstler über zahlreiche Probedrucke hinweg immer wieder bearbeitet, „verkratzt“ und verändert hat. Die exklusive ZEIT-Edition ist auch mit drei verschiedenen Rahmungen erhältlich.

Der Künstler

»Arnulf Rainer« wurde 1929 in Baden bei Wien geboren. Seinen künstlerischen Weg ging er weitgehend autodidaktisch, aus Protest gegen die vorherrschende Kunstauffassung verließ er als junger Student die Akademie in Wien schon nach wenigen Tagen. Ausführliche Informationen zum Künstler finden Sie hier.

Ausstellungen

Aktuelle Ausstellungen von Arnulf Rainer finden Sie auf der ZEIT Kunstwelt »Ausstellungsseite«.

Arnulf Rainer, Tiefseekreuz, 2002/2014 © Arnulf Rainer Museum, Foto: Christian Wind; Hilmar Träger

Vorteile unserer Edition
JEDES BLATT IST HANDSIGNIERT: Gedruckt auf feinstes Büttenpapier. Jedes Werk wird vom Künstler handsigniert und nummeriert.
STRENG LIMITIERTE AUFLAGE: Exklusive und limitierte Auflage von nur 40 Exemplaren.
HOCHWERTIGE RAHMUNG: Wählen Sie für Ihre Radierung eine konservatorische Rahmung der Manufaktur CONZEN, mit Abstandshalter hinter Acrylglas, in 3 edlen Varianten: A: Schlichtes Galerieprofil mit matter, grauschwarzer Lackierung auf Eiche. B: Bauhausprofil mit vergoldeter Sichtkante in echtem Weißgold auf schwarzem Poliment. C: Kantiges Galerieprofil in mattem Silber auf schwarzem Poliment.
UNSER ANGEBOT NUR FÜR ZEIT-LESER Bis zum 31. Dezember 2015 sparen Sie 400 € und erhalten zusätzlich einen handsignierten Katalog sowie 2 Freikarten für die »Retrospektive«. SUBSKRIPTIONSPREISE BIS ZUM 31.08.2015*: Rahmung A: 3.750 € | B: 3.820 € | C: 4.220 € Ohne Rahmung: 3.490 €
Werkdaten:
67 × 50 cm, Kaltnadelradierung auf Zerkall-Bütten
Erscheinungsjahr:
2002/2014
Auflage:
40, signiert und nummeriert, Exklusiv für DIE ZEIT
Kooperation:
In Kooperation mit der Galerie Breckner

Details

Das Kunstwerk
Das Kunstwerk

Linie für Linie entsteht ein faszinierendes Werk

Es gibt wenige geometrische Figuren, die von ähnlich großem Symbolgehalt sind wie das Kreuz. Nicht nur die sakrale Interpretation, sondern ebenso seine Allgegenwart im tagtäglichen Leben bringt uns das Kreuz auf vielfältigste Weise näher. Der darin liegenden Herausforderung stellt sich Arnulf Rainer und gibt seinen radierten Kreuzen eine ganz eigenständige Bedeutung.

Basis ist die kreuzförmige Platte, Kreuz-Raum und Bild-Raum in einem. Linie für Linie, mal mit willentlicher Kraft, mal mit leichtem Schwung gesetzt, füllt sich der Raum der streng geordneten Fläche; Linie für Linie gräbt sich der Stichel, die Nadel ins Metall, ihre im Material hinterlassenen Spuren werden sich als Zeichnung im Druck zeigen.

So ist die Druckplatte nicht länger nur ein Medium zum Transport einer Bildidee. Sie fungiert darüber hinaus wie ein Archiv, wie ein Container, in den manchmal über Jahre und Jahrzehnte hinweg Ideen und Zeichenkunst des Künstlers Arnulf Rainer Linie für Linie gelagert, hinein gegraben und erhalten bleiben.

Details des Bildes »Tiefseekreuz«:

  • Papierformat: 67,0 x 50,0 cm

  • Technik: Kaltnadelradierung auf Zink

  • Jahr: 2002/2014

  • Papier: Zerkall-Bütten 340g 

  • Limitierte Auflage: 40 Exemplare

Die Rahmung
Die Rahmung

Es wurden in Zusammenarbeit mit dem Galeristen und dem Zeitverlag drei gradlinige Profile in unterschiedlichen Ausführungen und Materialien ausgewählt, die die speziellen Aspekte der Radierung – sei es die Grundlage des Kreuzes, den expressiven Charakter der eingeritzten Gravuren oder die farbige Oberfläche – optimal hervorheben.

Die Radierung wird von CONZEN, einem der führenden Dienstleister für Kunst in Europa, konservatorisch, mit säurefreiem, altersbeständigen Karton mit Abstandshalter hinter Acrylglas mit 90% UV-Schutz und reversibler Montage staubdicht gerahmt.

Rahmung A: Schlichtes Galerieprofil mit matter, grau-schwarzer Lackierung auf Eiche. Profilbreite in 2,0 cm, Profilhöhe in 2,8 cm

Rahmung B: Bauhausprofil mit vergoldeter Sichtkante in echtem Weißgold (12 Karat) auf schwarzem Poliment und Rücken in Altschwarz auf Holz. Profilbreite 2,5 cm, Profilhöhe 4,3 cm

Rahmung C:  Kantiges Galerieprofil in mattem Silber auf schwarzem Poliment, über Eck gearbeiteter Vergolderrahmen. Profilbreite 3,0 cm, Profilhöhe 3,3 cm

Der Kunststil
Der Kunststil

In den 1950er Jahren schuf Arnulf Rainer die durch ihn berühmt gewordene Kunstform der Übermalung, auch als Überdeckung bezeichnet. Zunächst sind es fast monochrome Übermalungen, die dunkle Bilder entstehen lassen. Später verwendet Arnulf Rainer vorrangig eigene, aber auch fremde Platten, auf denen zu einem großen Teil Fotografien zu finden sind. In vielen Fällen fertigt Arnulf Rainer die Fotos selbst an. Als das wichtigste Motiv bildet sich für Arnulf Rainer das Kreuz heraus.

Die mehrfache Gravur kreuzförmiger Druckplatten beschreibt Rainer als Kruzifikation. Immer wieder bearbeitet Rainer das Material, was teilweise zu einer vollständigen Überdeckung der in die Form eingeschlossenen Fläche führt. Nachdem das vollendet ist, wird die Platte erwärmt und gleichmäßig mit Farbe bestrichen. In der Druckerpresse überrollt die Walze leicht angefeuchtetes Bütten und überträgt die Grafik in Farbe auf das Papier. So entsteht jedes Blatt als Kunstwerk für sich.

Übermalungen gelten für Rainer als Mittel, um den Gehalt von Bildern zu erkunden. Meist reicht eine kleine Veränderung aus, um die Aussage eines Bildes zu verändern und eine andere Wirkung zu erzielen. Seine Übermalungen sind nicht geplant, sondern entstehen prozesshaft, oft über Jahrzehnte hinweg. Fertig ist ein Bild nach Aussage des Künstlers nie.

»Es ist wahrscheinlich, dass alle meine Platten einmal im Schwarz, d.h. in einer völligen Bekratzung enden, aber das ist ein weiter Weg, den ich täglich mühsam weiterkämpfe, da ich, in die Straße und nicht in das Ziel verliebt, absolut nichts überspringen will.«

Der Künstler
Der Künstler

Arnulf Rainer ist weltweit einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart. 1929 in Baden bei Wien geboren, gilt er als Mitbegründer der informellen Malerei in Österreich und war mehrfacher documenta-Teilnehmer. Im Œuvre des seit 1995 emeritierten Professors der Wiener Akademie der bildenden Künste besitzt neben der Malerei insbesondere die Grafik einen herausragenden Stellenwert.

Arnulf Rainers künstlerischer Weg beginnt mit mehrfachen Versuchen, sich den Strukturen von Akademiebetrieben unterzuordnen – in allen Fällen schlägt dies nach wenigen Tagen fehl. Vorrangig autodidaktisch entwickelt Rainer sein Werk. Sind seine frühen Arbeiten zu Beginn der 1940er Jahre noch dem phantastischen Realismus zuzuordnen, beginnt er einige Jahre später mit seiner experimentellen Suche nach neuen Wegen in der Malerei.

Anfang der 1950er Jahre experimentiert Rainer zunächst mit »Blindmalerei« wobei er mit geschlossenen Augen malt und dabei Oberflächen verdichtet oder den Ausdruck von Linien durch wiederholtes Überzeichnen steigert. Mitte der 1950er Jahre wird dieses Arbeiten von ersten zunächst monochromen Übermalungen abgelöst. Später, ab den 1960er und 70er Jahren, setzt Rainer auch Fotos, Grafiken und fremde Kunstwerke ein. Immer wieder bearbeitet und verändert er Motiv-Vorlagen. Es entstehen Totenmasken, gotische Christus-Bilder, Madonnen-Darstellungen. Gerne überzeichnete er auch Künstlerköpfe wie von Picasso oder van Gogh. Als eines seiner wichtigsten Motive gilt das Kreuz.

In den 1990er Jahren treten Transparenzen und Farbigkeit in das Werk Rainers. Sie erzeugen Kontraste zu den zum Teil groben Strukturen seiner Arbeiten. Zunehmend wendet sich Arnulf Rainer zudem der Fotografie zu, wobei er seine Aufnahmen mit Übermalungen weiterbearbeitet oder bereits bestehende Fotografien ein zweites Mal mit individuellen Farbfiltern abfotografiert. Bis heute arbeitet Arnulf Rainer in seinem Atelier.

Die Galerie
Die Galerie

Die Leidenschaften zur Druckgrafik, die Verbundenheit zum Künstler und der enge Kontakt zum Sammler stehen im Zentrum der Galerie Breckner. Seit nunmehr zehn Jahren steht sie als Kunsthandel und Verlag für ausgewiesene Expertise im Segment qualitativ hochwertiger Druckgrafik. Neben Werken von Heinz Mack führt der nunmehr schon etablierte, aber immer noch aufstrebende Kunstverlag auch Editionen der Künstler Günther Uecker, Christo, Arnulf Rainer, Jörg Immendorff, A.R. Penck, Markus Lüpertz und Otto Piene im Programm.

Viele dieser Auflagen wurden entweder durch Ankäufe zusammengetragen oder im Eigenverlag herausgegeben. Von herausragender Bedeutung ist dabei zum einen, die Künstler in den Fokus unserer Zeit zu rücken, die ungebrochen die Tradition der Grafik gleichsam fort »malen«, und zum anderen die Aufgabe, die Zeitlosigkeit von klassischer Druckgrafik in all ihren verschiedenen und auch innovativen künstlerischen Ausdrucksformen zu unterstreichen. Darum sucht die Galerie mehr und mehr neben der genuinen Verlags- und Handelstätigkeit auch das Vermitteln von Ausstellungen und das Produzieren von Dokumentarfilmen über die Künstler als Aufgabe zu verstehen – hierzu zählt auch die archivarische Arbeit für die grafischen Oeuvre der Künstler und die Veröffentlichung von Werkverzeichnissen.

So konnte der Verlag bereits die grafischen Werkverzeichnisse von Jörg Immendorff und Heinz Mack publizieren - aktuell steht der Oeuvre-Katalog der Radierungen von Arnulf Rainer in der Mache.

All diese Projekte werden in internationaler Zusammenarbeit mit Museen, Galerien, Kunstvereinen und grafischen Sammlungen – und der Kooperation mit Medienpartnern erarbeitet. Denn nur im konstruktiven Miteinander sind die Arbeit und die Werke der Künstler in angemessener Weise den Sammlern und Kunstfreunden zu vermitteln.

Der Verlag und die Galerieräume befinden sich ganz in der Nähe der im frühen 19. Jahrhundert gegründeten Düsseldorfer Kunstakademie auf der Verlängerung der Ratinger Strasse: Altestadt 6 und 7. Diese Nähe soll die qualitative Motivation sein, die Arbeit auf vertrauensvoller Basis mit Künstlern, Museen, Sammlern und Galerien auszubauen, kurzum: in eine Zukunft mit Geschichte zu führen.

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