ZEIT-Edition »Keith Jarrett. Sun Bear Concerts«

Exklusive und limitierte Faksimileausgabe der ersten Auflage von 1978
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ZEIT-Edition »Keith Jarrett. Sun Bear Concerts«

Keith Jarretts Sun Bear Concerts gelten als Meilenstein in der Geschichte der Jazzaufnahmen. Die ebenso lyrische wie expressive Musik in diesem von ECM Records aufwändig produzierten und gestalteten Set aus zehn Vinyl-LPs, das erstmals 1978 erschien, dokumentiert den improvisatorischen Weg Keith Jarretts als Solist nach dem legendären Köln Concert und zeigt ihn als Pianist und Musiker von grenzenloser Kreativität, solitär in seiner Fähigkeit aus dem Moment heraus, neue Formen zu finden. 

Die Sun Bear Concerts versammeln fünf Solokonzerte aus Japan, die im November 1976 aufgezeichnet wurden. Für die Aufnahmen in Kyoto, Osaka, Nagoya, Tokyo und Sapporo waren der japanische Toningenieur Okihiro Sugano und Produzent Manfred Eicher, die Keith Jarrett auf einer 2-wöchigen Tournee durch Japan begleiteten, verantwortlich. Das Set in Buchform, gestaltet von Barbara Wojirsch, enthält Fotografien von Klaus Knaup, Tadayuki Naitoh und Akira Aimi.

„Diese Konzerte machten deutlich, dass Keith Jarrett einer der größten Pianisten im Jazz ist“, schrieb Ian Carr in seiner Biografie des Musikers, „mit einem offenbar unerschöpflichen Strom an rhythmischen und melodischen Ideen, mit den brillantesten pianistischen Fertigkeiten und mit der Fähigkeit, vielschichtige und tiefgründige Empfindungen zum Ausdruck zu bringen.“ 

Die vorliegende Edition ist von den analogen Masterbändern geschnitten worden (AAA) und liegt nun erstmals seit 1978 wieder als Faksimileausgabe der ersten Auflage vor. Das auf 350 Exemplare limitierte und nummerierte Album ist mit einem zusätzlichen ZEIT-Booklet ausgestattet und nur hier im ZEIT Shop erhältlich.

Vorteile unserer Edition
Faksimileausgabe der ersten Auflage von 1978:
Das aufwändige Set aus zehn Vinyl-LPs liegt nun endlich wieder vor
Limitiert und exklusiv:
Die nummerierte Auflage ist auf 350 Exemplare limitiert und nur hier im ZEIT Shop erhältlich
Weltklasse-Pianist Keith Jarrett:
Die Aufzeichnungen der legendären Sun Bear Concerts gelten als sein umfangreichstes Soloprojekt
Das ZEIT-Extra:
Ein bebildertes Booklet versammelt drei lange ZEIT-Gespräche mit dem Künstler

Details

Die Sun Bear Concerts
Die Sun Bear Concerts
1. KYOTO, 5. November 1976
- SIDE 1, PART Ia 25:13 min
- SIDE 2, PART Ib, 19:44 min
- SIDE 3, PART IIa, 17:03 min
- SIDE 4, PART IIb, 18:31 min

2. OSAKA, 8. November 1976
- SIDE 1, PART Ia 19:58 min
- SIDE 2, PART Ib, 19:27 min
- SIDE 3, PART IIa, 21:29 min
- SIDE 4, PART IIb, 9:40 min

3. NAGOYA, 12. November 1976
- SIDE 1, PART Ia 17:30 min
- SIDE 2, PART Ib, 18:50 min
- SIDE 3, PART IIa, 20:02 min
- SIDE 4, PART IIb, 24:19 min

4. TOKYO, 14. November 1976
- SIDE 1, PART Ia 24:34 min
- SIDE 2, PART Ib, 16:07 min
- SIDE 3, PART IIa, 22:08 min
- SIDE 4, PART IIb, 21:58 min

5. SAPPORO, 18. November 1976
- SIDE 1, PART Ia 22:07 min
- SIDE 2, PART Ib, 19:16 min
- SIDE 3, PART IIa, 26:24 min
- SIDE 4, PART IIb, 19:14 min

10 x 140g-Vinyl-LPs 
Laufzeit: 6 Std. 37 Min.
Format: 32 x 32 x 5,5 cm
Das ZEIT-Extra
Das ZEIT-Extra
Ein exklusives ZEIT-Booklet, das der Box beiliegt, versammelt drei lange Gespräche mit dem Künstler aus drei Jahrzehnten. In diesen sehr seltenen Interviews spricht Keith Jarrett mit der ZEIT über seinen Umgang mit Jazz-Standards, über seine rätselhafte Krankheit und über die Zukunft der Musik. Er erklärt, wann er zu seinem eigenen Klang gefunden hat und was ihn an Frankreich glücklich macht. Gemeinsam zeichnen die ursprünglich 1986, 1999 und 2007 veröffentlichten Interviews ein spannungsreiches und persönliches Porträt des als unnahbar geltenden Ausnahmekünstlers.
Keith Jarrett
Keith Jarrett

Keith Jarrett wurde 1945 in Allentown, Pennsylvania, geboren. Mit drei Jahren fing er an Klavier zu spielen, mit sieben Jahren gab er sein erstes Konzert. Nach nur einem Jahr am Berklee College of Music in Boston, zog es ihn nach New York, wo er mit Größen wie Chet Baker oder Miles Davis arbeitete. International bekannt wurde er Anfang der Siebziger Jahre mit seinen Soloimprovisationen. Heute reicht sein Werkkatalog von radikal freien Improvisationen über melodiöse Balladen bis zu Bach- und Mozart-Interpretationen. Keith Jarrett hat die Musik-Geschichte der vergangenen Jahrzehnte auf einzigartige Weise geprägt.

Foto: © Ralph Quinke

»Ich glaube an die CD und ihr Weiterleben«
»Ich glaube an die CD und ihr Weiterleben«

Das Plattenlabel ECM wird 50. Ein Gespräch mit seinem Gründer Manfred Eicher über die Kunst des Zuhörens

Interview: Christine Lemke-Matwey

DIE ZEIT Nr. 48/2019, 20. November 2019

 

DIE ZEIT: Herr Eicher, man gründet nicht einfach im Vorbeigehen ein Plattenlabel, das es ein halbes Jahrhundert später immer noch gibt. Welche Programmatik steckt hinter ECM?

Manfred Eicher: Wir haben ECM ganz spontan gegründet, 1969 war das. Der Impuls dazu kam aus einer schönen Erfahrung während einer Aufnahme.

ZEIT: Sie sind von Haus aus Kontrabassist und haben in klassischen Orchestern und in Jazz-formationen gespielt.

Eicher: Eigentlich bin ich Musiker, ja. In Oslo habe ich für ECM dann gleich eine Trilogie gemacht mit Alben von Chick Korea, Keith Jarrett und Paul Bley. Das war ein Riesenerfolg, obwohl der Rahmen, in dem wir gearbeitet haben, noch sehr bescheiden war.

ZEIT: 1969, das heißt: 1968 ist gerade ein Jahr her. Die Gesellschaft wandelt sich, Werte werden radikal hinterfragt. Haben Sie damals einen Nerv getroffen?

Eicher: Ich wollte die Dinge anders machen, anders als bei Blue Note zum Beispiel. Mir ging es um die kammermusikalische Seite – und ums Zuhören. Gegen das Hören können wir uns nicht wehren, da sind die Töne und Geräusche, die uns umgeben, der Lärm. Das Zuhören aber verlangt ein Sich-Einlassen auf das, was erklingt. Das wollte ich vorstellen, und darauf beharre ich. Da war kein Marketing dabei, keine Marktanalyse oder so etwas. Wir haben uns gesagt, jetzt probieren wir’s halt mal.

ZEIT: Wie erreicht man mit Schallplatten, dass einem die Menschen zuhören?

Eicher: Zuhören ist etwas Aktives, es verlangt Kontemplation. Wenn ich einer Musik zuhöre, also zuhöre, bewege ich mich in einer anderen Dimension. Musik ist die tönend bewegte Form, das sind Klänge, Strukturen. Zur Musik gehört immer ein Moment der Reflexion. In den Prozess des Zuhörens fließt all das ein, was wir über eine Musik wissen oder zu wissen meinen. Gleichzeitig müssen wir davon aber Abstand gewinnen, um das Unerhörte wahrnehmen zu können.

ZEIT: Wenn ich einer mir unbekannten Musik zuhöre, höre ich da besser, präziser zu als in einem Konzert mit Beethovens Fünfter?

Eicher: Ich glaube schon. Wie ich ein Stück zum ersten Mal wahrnehme – das prägt mich. Darauf komme ich immer wieder zurück, auch beim zehnten oder hundertsten Mal. Das ist wie eine Spur.

ZEIT: Wie lege ich diese Spur an? Wie pflege ich sie?

Eicher: Mit Empathie, Empathie für den Gegenstand. Mit Liebe, der Liebe zur Musik. Ich kann nur von mir sprechen, aber wenn ich eine Musik im Studio aufnehme, gehe ich den Weg, den ich beim ersten Hören gegangen bin, noch einmal. Ich bin mir nicht sicher, ob ich jemals an einen anderen Zuhörer gedacht habe ...

ZEIT: Auch nicht an die Menschen, die Ihre CDs kaufen?

Eicher: Nein, das schaffe ich nicht, jedenfalls nicht so, dass ich mir überlege, wie kommt dieses oder jenes an. Ich habe von Anfang an die Musik aufgenommen, die ich selber hören wollte. Ganz wenige Aufnahmen sind bei uns konventionell gedacht – und waren daher vielleicht auch nicht ganz so stimmig.

ZEIT: Welche denn?

Eicher: Nein, ich will hier keine Namen nennen, aber in 50 Jahren bleibt es nicht aus, dass man auch ein paar Nieten und Unfälle produziert. Manche Musiker können gut reden, die werben sehr für ihr Projekt, und dann macht man’s halt.

ZEIT: Es gibt die schöne Geschichte, wie Sie im Autoradio zum ersten Mal Musik von Arvo Pärt gehört haben, bis heute einer der Säulenheiligen von ECM. Sind Sie öfter so zu Ihren Künstlern gekommen?

Eicher: Das war Radio Jerewan, und ich weiß noch, ich musste an den Straßenrand fahren, bei Hechingen oder so, weil mich diese Musik so getroffen hat. Pärts Tabula Rasa, sein großes Befreiungsstück, was ich damals natürlich nicht wusste, das war für mich ein absolutes Herzschlagerlebnis. Vergleichbar wohl nur den Sun Bear-Konzerten von Keith Jarrett in Japan Mitte der Siebzigerjahre. Besser hat er solo nie gespielt. Das war genial.

ZEIT: Hat sich in 50 Jahren ECM eigentlich etwas verändert?

Eicher: Verändert haben sich der Markt und das Plattenmachen. Das ist nicht immer schön. Wir leben im Zeitalter von Streamingdiensten und Playlists. Ich glaube aber nicht an selbst ernannte "Kuratoren", sondern an den Auteur. Ich glaube an die Dramaturgie einer Aufnahme. Wie stehen die einzelnen Stücke zueinander, womit beginne, womit ende ich, das ist doch wesentlich! Die Häppchenkultur hingegen ist der Tod jeder Dramaturgie. Wenn man das mit Büchern machen würde oder mit Theaterstücken, würde es einen Aufschrei geben.

ZEIT: Trotzdem kann man auch ECM-Titel seit zwei Jahren streamen.

Eicher: Leider geht es nicht ohne solche Zugeständnisse. Meine Bedenken aber sind seither nur noch größer geworden. Ich fürchte, damit werde ich leben müssen.

ZEIT: Wie schlecht geht es dem Plattenmarkt wirklich? Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten heißt es, alles liege darnieder, und außer Anna Netrebko oder Jonas Kaufmann verkaufe sich nichts und niemand mehr.

Eicher: Ich glaube an die CD und ihr Weiterleben. Wir produzieren heute auch wieder mehr LPs, und es ist ganz falsch, das unter "Revival" zu verbuchen. Das ist vielmehr unser Gegengift gegen die Häppchenkultur, und für diese Art von Exklusivität gibt es Käufer. Fürs Haptische genauso wie für einen klugen Text im Booklet oder großartige Fotos. Es ist doch ein schöner Vorgang, wenn ich eine Platte öffne und sehe, was drin ist. So wie ich mich freue, wenn ich die Zeitung aufschlage und es raschelt, weil ich nach Seite sieben suche.

ECM steht für »Edition of Contemporary Music«, ein unabhängiges Plattenlabel mit Kultstatus. Sein Gründer Manfred Eicher, 76, produzierte zunächst Free Jazz, ab 1984 auch klassische Musik. Im Klangbild wie bei der Covergestaltung setzt ECM bis heute Maßstäbe. Keith Jarretts "The Köln Concert" ist die erfolgreichste Klaviersolo-Platte aller Zeiten.

Bewertungen (7)
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Kundenbewertungen für
ZEIT-Edition »Keith Jarrett. Sun Bear Concerts«
5 / 5 aus 7 Bewertung(en)

Alles Gut!

Hat alles gepasst!

Ganz hervorragende Kollektion.

Ganz hervorragende Kollektion.

höchster Zufriedenheitsfaktor!

sehr hochwertiges Produkt, dass voll unsere Ansprüche erfüllt! Die Edition ist ein Geschenk für meinen Bruder, der Schallplattensammler ist und auch er ist helauf begeistert! Es gab anfangs eine Reklamation, die sehr zuvorkommendend gelöst wurde, auch dafür herzlichen Dank.

Tolle Qualität! Preis-Leistung stimmt.

Tolle Qualität! Preis-Leistung stimmt.

Klasse Aufnahmen - tolle Aufmachung - sehr

Klasse Aufnahmen - tolle Aufmachung - sehr zufrieden

Just good

Ok

???

Nach einer schlechten ersten Ausgabe war die zweite optimal. Das Album klingt sehr gut und sollte von jedem Jarrett Fan besessen werden.

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