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Die ZEIT-Edition »Die Klassiker von morgen« versammelt acht herausragende Romane der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, ausgewählt von ZEIT-Literaturkritiker Volker Weidermann.

Mit Saša Stanišićs »Herkunft«, Daniela Dröschers  »Lügen über meine Mutter« oder auch Shida Bazyars  »Nachts ist es leise in Teheran« spannen diese acht Romane einen perspektivenreichen Bogen über unser heutiges Deutschland, von dessen Vielfalt hier brillant erzählt wird.

Jeder Band wird durch ein eigens verfasstes Nachwort eines ZEIT-Autors ergänzt. Es erklärt die Hintergründe, ordnet den Roman literarisch ein und zeigt, was seine besondere Wirkung ausmacht.

Passend zum Inhalt ist diese Edition auch edel ausgestattet: Die Hardcover-Bände mit Lesebändchen im attraktiven Schuber sind perfekt als Geschenk oder zum Selberlesen geeignet.

Eine Edition für alle, die literarische Entdeckungen schätzen – und sich schon heute die Klassiker von morgen ins Regal stellen möchten.

Details zu den ausgewählten Romanen sowie Leseproben finden Sie weiter unten auf der Seite.

Harmonisierte Mitteilung zur Gewährleistung
Das Buch „Lügen über meine Mutter“ von Daniela Dröscher aus der ZEIT-Edition „Die Klassiker von morgen“ zeigt auf dem gelben Cover eine türkisfarbene Silhouette eines Frauenprofils. Titel, Autorname und die Marke DIE ZEIT sind prominent abgebildet.
»Lügen über meine Mutter« von Daniela Dröscher
»Lügen über meine Mutter« von Daniela Dröscher
Das Buch „Lügen über meine Mutter“ von Daniela Dröscher aus der ZEIT-Edition „Die Klassiker von morgen“ zeigt auf dem gelben Cover eine türkisfarbene Silhouette eines Frauenprofils. Titel, Autorname und die Marke DIE ZEIT sind prominent abgebildet.

Lügen über meine Mutter ist zweierlei zugleich: die Erzählung einer Kindheit im Hunsrück der 1980er, die immer stärker beherrscht wird von der fixen Idee des Vaters, das Übergewicht seiner Frau wäre verantwortlich für alles, was ihm versagt bleibt: die Beförderung, der soziale Aufstieg, die Anerkennung in der Dorfgemeinschaft. Und es ist ein Hinterfragen des Geschehens aus der heutigen Perspektive: Was ist damals wirklich passiert? Was wurde verheimlicht, worüber wurde gelogen? Und was sagt uns das alles über den größeren Zusammenhang: die Gesellschaft, die ständig auf uns einwirkt, ob wir wollen oder nicht? Schonungslos und eindrücklich lässt Daniela Dröscher ihr kindliches Alter Ego die Jahre, in denen sich dieses »Kammerspiel namens Familie« abspielte, noch einmal durchleben. Ihr gelingt ein ebenso berührender wie kluger Roman über subtile Gewalt, aber auch über Verantwortung und Fürsorge. Vor allem aber ist dies ein tragikomisches Buch über eine starke Frau, die nicht aufhört, für die Selbstbestimmung über ihr Leben zu kämpfen.

Details: Gebundene Ausgabe, 336 Seiten, Mit einem exklusiven Nachwort von Anna Mayr, Politik-Redakteurin der ZEIT

DIE AUTORIN

Daniela Dröscher, geboren 1977, wuchs in Rheinland-Pfalz auf und lebt in Berlin. Sie promovierte im Fach Medienwissenschaft an der Universität Potsdam und absolvierte ein Diplom in »Szenischem Schreiben« an der Universität Graz. Ihr Romandebüt Die Lichter des George Psalmanazar erschien 2009, es folgten der Erzählband Gloria (2010) und der Roman Pola (2012) sowie das Memoir Zeige deine Klasse (2018). Sie wurde u.a. mit dem Anna Seghers-Preis, dem Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds sowie dem Robert-Gernhardt-Preis (2017) ausgezeichnet. Der Roman Lügen über meine Mutter (2022) stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und wurde inzwischen verfilmt.

Das Buchcover von „Allegro Pastell“ von Leif Randt aus der ZEIT-Edition „Die Klassiker von morgen“ zeigt in weinroten, grauen und weißen Farbtönen einen stilisierten Fernsehturm vor grauem Hintergrund. Oben steht der Reihentitel, unten das DIE ZEIT-Logo.
»Allegro Pastell« von Leif Randt
»Allegro Pastell« von Leif Randt
Das Buchcover von „Allegro Pastell“ von Leif Randt aus der ZEIT-Edition „Die Klassiker von morgen“ zeigt in weinroten, grauen und weißen Farbtönen einen stilisierten Fernsehturm vor grauem Hintergrund. Oben steht der Reihentitel, unten das DIE ZEIT-Logo.

Allegro Pastell ist die Geschichte einer fast normalen Liebe, beginnend im Rekordfrühling 2018. Tanja Arnheim, deren Debütroman PanoptikumNeu Kultstatus genießt, wird in wenigen Wochen dreißig. Mit Blick auf den Berliner Volkspark Hasenheide wartet sie auf eine explosive Idee für ihr neues Buch. Ihr fünf Jahre älterer Freund, der gefragte Webdesigner Jerome Daimler, bewohnt in Maintal den Bungalow seiner Eltern und versucht sein Leben zunehmend als spirituelle Einkehr zu begreifen.
Die Fernbeziehung der beiden wirkt makellos. Sie bleiben über Text und Bild eng miteinander verbunden und besuchen sich für lange Wochenenden in ihren jeweiligen Realitäten. Jerome und Tanja sind füreinander da, aber nicht aneinander verloren. Doch der Wunsch, ihre Zuneigung zu konservieren, ohne dass diese bieder oder schmerzhaft existenziell wird, stellt das Paar vor eine große Herausforderung.
Eine Lovestory aus den späten Zehnerjahren.

Details: Gebundene Ausgabe, 208 Seiten, Mit einem exklusiven Nachwort von Ijoma Mangold, Kulturpolitischer Korrespondent der ZEIT

DER AUTOR

Leif Randt, geboren 1983 in Frankfurt am Main, ist der Autor von fünf Romanen und einem Kinofilm. Zu seinen Büchern zählen die Utopien Planet Magnon (2015) und Schimmernder Dunst über CobyCounty (2011), der London-Roman Leuchtspielhaus (2009) sowie die Lovestory Allegro Pastell (2020). Seine Prosa wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (2023). Seit 2017 ist er Mitkurator des Onlineverlags-Label tegelmedia.net.

Das Buchcover zeigt den Titel „Nachts ist es leise in Teheran“ von Shida Bazyar in schwarzer Schrift auf weißem Feld. Der Untergrund ist kräftig rot-orange, mittig ist ein stilisierter gelber Fisch abgebildet. Oben steht „Die Klassiker von morgen“. Unten das Logo „DIE ZEIT“.
»Nachts ist es leise in Teheran« von Shida Bazya
»Nachts ist es leise in Teheran« von Shida Bazya
Das Buchcover zeigt den Titel „Nachts ist es leise in Teheran“ von Shida Bazyar in schwarzer Schrift auf weißem Feld. Der Untergrund ist kräftig rot-orange, mittig ist ein stilisierter gelber Fisch abgebildet. Oben steht „Die Klassiker von morgen“. Unten das Logo „DIE ZEIT“.

1979 kämpft Behsad, ein junger kommunistischer Revolutionär, nach dem Sturz des Schahs im Iran für eine neue Ordnung. Er erzählt von klandestinen Aktionen, funkenschlagender Hoffnung und davon, wie er in Nahid die Liebe seines Lebens findet.
Zehn Jahre später leben Behsad und Nahid mit ihren Kindern in der deutschen Provinz – geflohen vor der Machtübernahme der Mullahs. Sie hoffen auf Nachrichten von Freunden, die im Iran untertauchen mussten, suchen eine Heimat in der Fremde und sehnen sich zugleich nach der Rückkehr.
1999 reist Tochter Laleh gemeinsam mit ihrer Mutter nach Teheran. Doch was sie dort kennenlernt, deckt sich kaum noch mit den Erinnerungen aus ihrer Kindheit. Ihr jüngerer Bruder Mo beobachtet wieder ein Jahrzehnt später belustigt die pseudoengagierten Demos der deutschen Studenten. Doch dann bricht die Grüne Revolution in Teheran aus und stellt seine Welt auf den Kopf.
Shortlist International Booker Prize 2026.

Details: Gebundene Ausgabe, 224 Seiten, Mit einem exklusiven Nachwort von Julia Lorenz, Leiterin des Politischen Feuilletons der ZEIT

DIE AUTORIN

Shida Bazyar, geboren 1988 in Hermeskeil, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim und war viele Jahre in der Jugendbildungsarbeit tätig. Ihr Debütroman Nachts ist es leise in Teheran (2016) wurde mehrfach übersetzt und ausgezeichnet, u.a. mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis, dem Uwe-Johnson-Förderpreis und der Nominierung zum International Booker Prize. 2021 folgte Drei Kameradinnen, das auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis stand. 2023 wurde ihre Arbeit mit dem Ernst-Toller-Preis geehrt.

Das Buch „Minihorror“ von Barbi Marković aus der ZEIT-Edition „Die Klassiker von morgen“ ist als Hardcover mit lila Cover, gelbem Buchrücken und gelber Smiley-Figur gestaltet. Der Titel steht groß auf einem weißen Querband, darunter das ZEIT-Logo.
»Minihorror« von Barbi Marković
»Minihorror« von Barbi Marković
Das Buch „Minihorror“ von Barbi Marković aus der ZEIT-Edition „Die Klassiker von morgen“ ist als Hardcover mit lila Cover, gelbem Buchrücken und gelber Smiley-Figur gestaltet. Der Titel steht groß auf einem weißen Querband, darunter das ZEIT-Logo.

In Minihorror erzählt Barbi Marković die Geschichten von Mini und Miki und ihren Abenteuern im städtischen Alltag. Mini und Miki sind nicht von hier, aber sie bemühen sich, dazuzugehören und alles richtig zu machen. Trotzdem – oder gerade deswegen – werden sie verfolgt von Gefahren und Monstern, von Katastrophen und Schwierigkeiten. Es geht um die großen und kleinen Albträume des Mittelstands, um den Horror des perfekten Familienfrühstücks, um Mobbing am Arbeitsplatz und gescheiterten Urlaub, um den Abgrund, der sich im Alltag öffnet und nicht mehr schließen will. In Minihorror setzt Barbi Marković den Angstarbeitern unserer Gesellschaft ein Denkmal aus Perfidie und Mitgefühl, bei dessen Lektüre wir uns gleichermaßen ertappt und verstanden fühlen.
Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2024 (Belletristik).

Details: Gebundene Ausgabe, 160 Seiten, Mit einem exklusiven Nachwort von Cornelius Pollmer, Leiter der ZEIT im Osten

DIE AUTORIN

Barbi Marković, geboren 1980 in Belgrad, studierte Germanistik und lebt seit 2006 in Wien. 2009 machte sie mit dem Thomas-Bernhard-Remix-Roman Ausgehen auf sich aufmerksam. Für den 2016 erschienenen Roman Superheldinnen erhielt sie den Literaturpreis Alpha, den Förderpreis des Adelbert-von-Chamisso-Preises sowie 2019 den Priessnitz-Preis. 2023 erhielt Barbi Marković den Kunstpreis Berlin für Literatur. 2024 wurde sie für Minihorror mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet; außerdem erhielt sie den Carl-Amery-Literaturpreis.

Zu sehen ist das Buchcover von 'Vielleicht Esther' von Katja Petrowskaja aus der ZEIT-Edition 'Die Klassiker von morgen'. Das Cover ist gelb und lila, zeigt einen stilisierten Baum und hat den Titel zentral auf weißem Feld. Unten steht das DIE ZEIT-Logo.
»Vielleicht Esther« von Katja Petrowskaja
»Vielleicht Esther« von Katja Petrowskaja
Zu sehen ist das Buchcover von 'Vielleicht Esther' von Katja Petrowskaja aus der ZEIT-Edition 'Die Klassiker von morgen'. Das Cover ist gelb und lila, zeigt einen stilisierten Baum und hat den Titel zentral auf weißem Feld. Unten steht das DIE ZEIT-Logo.

Hieß sie wirklich Esther, die Großmutter des Vaters, die 1941 im besetzten Kiew allein in der Wohnung der geflohenen Familie zurückblieb? Die jiddischen Worte, die sie vertrauensvoll an die deutschen Soldaten auf der Straße richtete – wer hat sie gehört? Und als die Soldaten die Babuschka erschossen, »mit nachlässiger Routine« – wer hat am Fenster gestanden und zugeschaut?
In Kiew und Mauthausen, Warschau und Wien legt Katja Petrowskaja Fragmente eines zerbrochenen Familienmosaiks frei – Stoff für einen Epochenroman, erzählt in lapidaren Geschichten. Die Autorin schreibt von ihren Reisen zu den Schauplätzen, reflektiert über ein zersplittertes, traumatisiertes Jahrhundert und rückt Figuren ins Bild, deren Gesichter nicht mehr erkennbar sind. Ungläubigkeit, Skrupel und ein Sinn für Komik wirken in jedem Satz dieses eindringlichen Buches.

Details: Gebundene Ausgabe, 224 Seiten, Mit einem exklusiven Nachwort von Alice Bota, Politik-Redakteurin der ZEIT

DIE AUTORIN

Katja Petrowskaja, 1970 in Kiew geboren, lebt seit 1999 in Berlin. Sie studierte in Tartu Literaturwissenschaft und Slawistik und promovierte in Moskau. Von 2000 bis 2010 schrieb sie für verschiedene russisch- und deutschsprachige Medien, darunter die Neue Zürcher Zeitung, die taz, die Deutsche Welle und Radio Liberty. Seit 2011 ist sie Kolumnistin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagzeitung. Ihr literarisches Debüt Vielleicht Esther (2014) wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. 2022 erschien der Essayband Das Foto schaute mich an, 2025 der Essayband Als wäre es vorbei. Texte aus dem Krieg. 

Buchcover zu "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells aus der ZEIT-Edition »Die Klassiker von morgen«. Das Cover zeigt zwei stilisierte, gehende Personen vor dunkelrotem Hintergrund. Titel, Autor und Verlagslogo sind weiß und schwarz hervorgehoben.
»Vom Ende der Einsamkeit« von Benedict Wells
»Vom Ende der Einsamkeit« von Benedict Wells
Buchcover zu "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells aus der ZEIT-Edition »Die Klassiker von morgen«. Das Cover zeigt zwei stilisierte, gehende Personen vor dunkelrotem Hintergrund. Titel, Autor und Verlagslogo sind weiß und schwarz hervorgehoben.

Jules und seine Geschwister Marty und Liz sind grundverschieden, doch ein tragisches Ereignis prägt alle drei: Behütet aufgewachsen, haben sie als Kinder ihre Eltern durch einen Unfall verloren. Obwohl sie auf dasselbe Internat kommen, geht jeder seinen eigenen Weg, sie werden sich fremd und verlieren einander aus den Augen. Vor allem der einst so selbstbewusste Jules zieht sich immer mehr in seine Traumwelten zurück. Nur mit der geheimnisvollen Alva schließt er Freundschaft, doch erst Jahre später wird er begreifen, was sie ihm bedeutet – und was sie ihm immer verschwiegen hat. Als Erwachsener begegnet er Alva wieder. Es sieht so aus, als könnten sie die verlorene Zeit zurückgewinnen, doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein.

Details: Gebundene Ausgabe, 272 Seiten, Mit einem exklusiven Nachwort von Debora Jersualem Schnitzler, Leiterin der Literaturcommunity »Was wir lesen« bei der ZEIT

DER AUTOR

Benedict Wells wurde 1984 in München geboren, zog nach dem Abitur nach Berlin und entschied sich gegen ein Studium, um zu schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit verschiedenen Nebenjobs. Sein vierter Roman Vom Ende der Einsamkeit stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, er wurde u.a. mit dem European Union Prize for Literature (EUPL) 2016 ausgezeichnet. Benedict Wells’ Bücher sind in 40 Sprachen erschienen, sein Roman Hard Land wurde 2022 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Preis der Jugendjury ausgezeichnet. Er lebt in Zürich.

Abbildung des Buches „Herkunft“ von Saša Stanišić aus der ZEIT-Edition „Die Klassiker von morgen“. Das Cover ist hellgrün und türkis mit gelbem Buchrücken und zeigt stilisierte Architektur in dunklem Türkis. Unten steht das Logo „DIE ZEIT“ in Weiß.
»Herkunft« von Saša Stanišić
»Herkunft« von Saša Stanišić
Abbildung des Buches „Herkunft“ von Saša Stanišić aus der ZEIT-Edition „Die Klassiker von morgen“. Das Cover ist hellgrün und türkis mit gelbem Buchrücken und zeigt stilisierte Architektur in dunklem Türkis. Unten steht das Logo „DIE ZEIT“ in Weiß.

Was bedeutet Herkunft – und wie prägt sie ein Leben? Saša Stanišić erzählt von Kindheit und Familie, von Flucht und Ankommen, von Erinnerung und Erfindung. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen entsteht ein vielschichtiges Buch über Sprache, Verlust und die Frage, was uns ausmacht.
Herkunft führt von Bosnien nach Deutschland und verbindet persönliche Geschichte mit den politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen der Gegenwart. Mit Witz, Melancholie und großer erzählerischer Freiheit nähert sich Saša Stanišić den Menschen, Orten und Momenten, die ein Leben prägen – und dem, was davon in der Erinnerung bleibt.
So ist Herkunft ein kluges und berührendes Buch über Identität, Zufall und die Frage, was einen Menschen ausmacht.
Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2019.

Details: Gebundene Ausgabe, 304 Seiten, Mit einem exklusiven Nachwort von Jolinde Hüchtker, Feuilleton-Redakteurin der ZEIT

DER AUTOR

Saša Stanišić wurde 1978 in Višegrad (Jugoslawien) geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Seine Werke wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Für seine Romane erhielt er unter anderem den Preis der Leipziger Buchmesse (Vor dem Fest, 2014) und den Deutschen Buchpreis (Herkunft, 2019). Saša Stanišić lebt und arbeitet in Hamburg. 

Das Buch „Identitti“ von Mithu Sanyal aus der ZEIT-Edition „Die Klassiker von morgen“ ist im Hardcover mit gelbem Cover und weißem Titelstreifen gestaltet. Auf dem Cover sitzt eine rote Silhouette mit erhobenen Armen, umgeben von klaren, modernen Grafikelementen.
»Identitti« von Mithu Sanyal
»Identitti« von Mithu Sanyal
Das Buch „Identitti“ von Mithu Sanyal aus der ZEIT-Edition „Die Klassiker von morgen“ ist im Hardcover mit gelbem Cover und weißem Titelstreifen gestaltet. Auf dem Cover sitzt eine rote Silhouette mit erhobenen Armen, umgeben von klaren, modernen Grafikelementen.

Was für ein Skandal: Prof. Dr. Saraswati ist WEISS! Schlimmer geht es nicht. Denn die Professorin für Postcolonial Studies in Düsseldorf war eben noch die Übergöttin aller Debatten über Identität – und beschrieb sich als Person of Colour. Damit beginnt eine Jagd nach »echter« Zugehörigkeit. Während das Netz Saraswati hetzt und Demos ihre Entlassung fordern, stellt ihre Studentin Nivedita ihr intimste Fragen. Mithu Sanyal schreibt mit beglückender Selbstironie und befreiendem Wissen. Den Schleudergang dieses Romans verlässt niemand unverändert.
Shortlist des Deutschen Buchpreises 2021.

Details: Gebundene Ausgabe, 368 Seiten, Mit einem exklusiven Nachwort von Alisa Schellenberg, Politik-Redakteurin der ZEIT

DIE AUTORIN

Mithu Sanyal wurde 1971 in Düsseldorf geboren, sie ist Schriftstellerin, Kulturwissenschaftlerin, Journalistin und Kritikerin. 2009 erschien ihr Sachbuch Vulva. Das unsichtbare Geschlecht, 2016 Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens. 2021 veröffentlichte Hanser ihren ersten Roman Identitti, der auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand und mit dem Literaturpreis Ruhr und dem Ernst-Bloch-Preis ausgezeichnet wurde. 2024 folgte ihr zweiter Roman Antichristie. 2026 erhielt sie den Heinrich-Mann-Preis für Essayistik.

Foto Volker Weidermann
Volker Weidermann
ZEIT-Literaturkritiker
Volker Weidermann über seine Auswahl:
»Literatur ist eine Macht, die alles in Fragen stellen kann. Die sogenannte Wirklichkeit, die uns umgibt, die Gewissheiten, die wir uns zurechtgelegt haben, die Formeln des Alltags, auf denen unsere Sprache fußt. Das ist die Macht und Schönheit der Literatur. Und jede neue Generation, die antritt, den Kanon der Gegenwart zu hinterfragen und zu erweitern, hat alle Möglichkeiten der Welterneuerung in der Hand. Die acht Romane der ZEIT-Edition erzählen alle auf ihre ganz eigene, fulminante Art unsere Gesellschaft, unsere Zeit ganz neu. Sie erzählen aus so unterschiedlichen Herkunftswelten die deutsche Literatur der Gegenwart anders, als wir sie kannten. Was wirklich ein Klassiker wird, kann nur die Zukunft erweisen. Aber diese acht Bücher haben ziemlich gute Chancen.«
Foto-Credit: © Reto Klar

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Empfehlung
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ausgewählt von Volker Weidermann
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mit dem Zeug zum Klassiker von morgen
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