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Nur für Mutige

Wohl jede Branche würde von sich behaupten, wichtig zu sein. Der Energiesektor ist es tatsächlich. Ihre Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft kann man kaum überschätzen. Die Gasknappheit im Zuge des Ukraine-Krieges hat das wieder deutlich gemacht. Billige Energie ist jahrzehntelang ein wichtiger Baustein des Erfolgs der deutschen Industrie gewesen. Und gleichzeitig ist es ebenfalls für den gesellschaftlichen Zusammenhalt wichtig, dass Menschen Zugang zu Wärmeversorgung und bezahlbarem Strom haben.

Die Branche ist so bedeutend, dass sie sogar Gegenstand staatlicher Strategien ist. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck reist in unterschiedliche Länder, um den Wegfall der Gasmengen aus Russland so weit wie möglich zu kompensieren. Und Uniper wird verstaatlicht, weil sich das Land eine Pleite des Unternehmens nicht leisten kann.

Damit noch nicht genug. Dem Energiesektor, also vor allem Energieversorgern, Netz- und Speicherbetreibern sowie Stromerzeugern, kommt auch noch im Rahmen der Energiewende in Deutschland eine Schlüsselrolle zu.

So müssen beispielsweise die Netzbetreiber ihre Infrastruktur ausbauen, weil immer mehr Windkraft- und Solaranlagen ans Netz angeschlossen werden. Das geht allerdings nur langsam voran. Ein Grund sind die ewig langen Planungs- und Genehmigungsverfahren hierzulande.

Auch die Energieversorger müssen ihren Beitrag für eine nachhaltigere Versorgung leisten. Die Energiewende ist dezentral, flexibel, digital und vernetzt. Das bedeutet, dass die meisten Geschäftsmodelle der Versorger angepasst werden müssen – nicht zuletzt, weil die Anforderungen und Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden sich ändern. Mehr und mehr wollen sich emanzipieren und beispielsweise mit ihren Photovoltaikanlagen selbst Strom produzieren.

Und gleichzeitig müssen die Unternehmen agiler werden und attraktive Arbeitsbedingungen bieten, weil der Wettkampf um Talente intensiver wird. Die Zeiten, in denen ein Energieversorger wie eine Behörde agieren konnte, sind vorbei.

Von allen Seiten ist also der Transformationsdruck auf die Branche riesig – und dies verbunden mit hohen Erwartungen der Gesellschaft, der Kundinnen und Kunden sowie der Politik. Man kann nur den Hut ziehen vor allen Change Makern, Transformationsgestalterinnen und Change-Verantwortlichen im Energiesektor. Ich bin mir sicher: Nicht viele wollen mit ihnen tauschen. Die Jobs sind besonders für Mutige geeignet.

Jan C. Weilbacher, Chefredakteur

changement Ausgabe 01/2023: Branchenheft: Energiebranche

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