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changement Ausgabe 01/2024: Retention Management

Ein Anstoß zum Wandel

Früher, sagen wir mal in den 80er-Jahren, war die Arbeitswelt relativ einfach. Es gab in der Regel ein klares Machtverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmenden; Erfüllung im Job bestand darin, die Karriereleiter hochzuklettern; Vorgesetzte waren eine Art Heilige, deren Ansagen nicht hinterfragt wurden. Und wenn man als Mitarbeitender leiden musste, hat man den Schmerz hingenommen, ohne zu klagen. Denn es war für ein Unternehmen relativ einfach, eine Stelle nachzubesetzen.

Okay, diese Beschreibung ist etwas übertrieben. Aber klar ist: In den 80er- oder 90er-Jahren gab es kaum die Notwendigkeit, sich über Mitarbeiterbindung Gedanken zu machen, geschweige denn, einen strategischen Ansatz dazu auszuarbeiten. Arbeit war vor allem eine transaktionale Beziehung: Der Mensch stellt seine Arbeitskraft zur Verfügung und bekommt dafür Geld.

Heute ist die Arbeitsgesellschaft eine andere. Nicht nur, dass sich aufgrund der demografischen Entwicklung die Machtverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt geändert haben. Auch die Ansprüche, die Menschen an die Arbeit stellen, haben sich erweitert. Viele suchen beispielsweise in der Arbeit Sinnerfüllung und erwarten, dass die persönlichen Werte und die Werte des Unternehmens eine gewisse Übereinstimmung zeigen. Und im Job erhalten sie Wertschätzung und Anerkennung, die für das Wohlbefinden so wichtig sind – oder sie hoffen, sie zu bekommen.

Mitarbeiterbindung ist mittlerweile ein großes Thema für die meisten Unternehmen. Aber sicherlich nicht aus reinster Nächstenliebe, sondern aus der puren Notwendigkeit heraus. Der (gefühlte) Fachkräftemangel hat zu mehr Offenheit bei dem Thema geführt. Verständlich. Wenn der Schmerz und der Druck von außen groß sind, beginnt häufig erst die Veränderung: Man wird aufnahmefähiger für neue Entwicklungen, ist bereit für Reflexion.

Und eine Frage, über die man in jedem Unternehmen reflektieren sollte, ist: Was macht uns als Arbeitgeber besonders? Oder auch: Warum sollten Menschen sich entscheiden, bei uns zu arbeiten?

Bei der Suche nach den Antworten macht es Sinn, die eigenen Mitarbeitenden zu befragen – und ihnen wirklich zuzuhören. Zum Beispiel, wenn es darum geht, in welchen Dimensionen man sich als Arbeitgeber noch verbessern könnte. Führung, Arbeitsbedingungen, Entwicklungsmöglichkeiten, Unternehmenskultur, Gehalt: So viele Faktoren beeinflussen die Mitarbeiterzufriedenheit und damit den Verbleib eines Mitarbeitenden beim jeweiligen Unternehmen. Das Thema Mitarbeiterbindung ist überaus vielschichtig. Und die Auseinandersetzung damit, kann den Anstoß geben, für umfangreiche Veränderungen, die womöglich die Zukunft des Unternehmens sichern.

Jan C. Weilbacher, Chefredakteur

 

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